Eigentliche Modellstruktur

Eine eigentliche Modellstruktur ist im mathematischen Teilgebiet der Höheren Kategorientheorie eine Modellstruktur, welche zusätzlich deren schwache Äquivalenzen bei Faserprodukten entlang von Faserungen, genannt linkseigentlich, oder Kofaserprodukten entlang von Kofaserungen, genannt rechtseigentlich, erhält. Hilfreich ist diese Eigenschaft vor allem bei der Konstruktion von schwachen Äquivalenzen und dadurch der Suche nach isomorphen Objekten in der Homotopiekategorie der Modellkategorie.

Definition

Für jede Modellkategorie gilt:

Eine Modellkategorie wird:

Eigenschaften

Für eine Modellkategorie und einen Morphismus in dieser gibt es durch Vorkomposition einen Funktor und durch Nachkomposition einen Funktor . Zudem definiert das Kofaserprodukt einen Funktor und das Faserprodukt einen Funktor . Es gilt:

Beispiele

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Hirschhorn 2002, Proposition 13.1.2
  2. ↑ Rezk 2000, 2.1. Definition of properness
  3. 1 2 Rezk 2000, Remark 2.8.
  4. ↑ Rezk 2000, Proposition 2.7.
  5. ↑ Lurie 2009, Higher Topos Theory, Proposition A.2.3.2.
  6. ↑ Lurie 2009, Higher Topos Theory, Remark 1.3.4.3.
  7. ↑ Joyal 2008, Theorem 6.1. auf S. 293
  8. ↑ Cisinki 2019, Corollary 3.1.28.