| Enampore | ||
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| Koordinaten | 12° 31′ N, 16° 27′ W | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Senegal | |
| Region | Ziguinchor | |
| Département | Ziguinchor | |
| ISO 3166-2 | SN-ZG | |
| Arrondissement | Nyassia | |
| Höhe | 11 m | |
| Fläche | 192,9 km² | |
| Einwohner | 4877 (2023) | |
| Dichte | 25,3 Ew./km² | |
Enampore ist eine Gemeinde (commune) im Département Ziguinchor der Region Ziguinchor, gelegen im Südwesten Senegals. Sie besteht aus dem namensgebenden Hauptort (chef-lieu) sowie weiteren Dörfern (villages) und Weilern (hameaux).
Die Gemeindegebiet von Enampore liegt im Westen der Casamance und lang und schmal am Südufer des hier einschließlich der amphibischen und unwegsamen Watt- und Mangrovenlandschaft bis zu 7000 Meter breiten Casamance-Stromes. Die Grenze zwischen Guinea-Bissau und Senegal ist vom Südteil der Gemeinde elf Kilometer entfernt. Im Westen folgt die Gemeindegrenze dem Kamobeul Bôlon, der sich von der Grenze des Nachbarlandes bis zu dem großen Strom im Norden durch die flache Landschaft schlängelt. Und im Süden folgt die Gemeindegrenze weitgehend den mäandrierenden Schleifen eines Bolongs, der von dem Kamobeul Bôlon nach Osten abzweigt. Alle diese Wasserläufe unterliegen dem Gezeitenstrom des Atlantik, der von der über 40 Kilometer entfernten Mündung des Casamance-Stromes ausgeht, kilometerweit durch die flachen Uferzonen der beiden Gewässer hin- und herflutet und sie mit vielen Verzweigungen ausgewaschen hat, eingebettet in eine amphibische und unwegsame Watt- und Mangrovenlandschaft, die große Teile des Gemeindegebietes bedeckt. So haben die Dörfer der Gemeinde einzig nach Osten hin über einen drei Kilometer breiten Flaschenhals auf natürliche Weise eine Landverbindung mit dem Festland.
Der Hauptort Enampore liegt im Südwesten des Gemeindegebietes, 21 Kilometer westlich der Départementspräfektur Ziguinchor auf 11 m Meereshöhe und 263 Kilometer südlich der Hauptstadt Dakar. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 192,90 km². Benachbarte Kommunen sind im Uhrzeigersinn Niaguis im Osten, Nyassia im Süden, Oukout und Mlomp im Westen, und im Norden jenseits des großen Stromes, Mangagoulack.
Wegen der Nähe der Grenze zwischen Guinea-Bissau und Senegal beeinflusste der bewaffnete Casamance-Konflikt der 1990er und 2000er Jahren auch die Dörfer im Gemeindegebiet. Anders als in vielen anderen Gebieten der Region gab es keine größeren Bevölkerungsverschiebungen. Lediglich die Dörfer Djibonker Manjacque und Kamoubeul Manjacque wurden im Verlauf des Konflikts zeitweise verlassen. Aus Brin und Djibonker zogen einige Einwohner weg. Andere wiederum kamen wegen der relativen Sicherheit hierher.
Das Dorf Enampore war seit 1972 Hauptort einer Landgemeinde (communauté rurale) und die erhielt 2014 mit allen Landgemeinden Senegals den Status einer Gemeinde (Commune).
Die letzten Volkszählungen ergaben für die Gemeinde jeweils folgende Einwohnerzahlen:
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1988 | 6277 |
| 2002 | 3009 |
| 2013 | 4659 |
| 2023 | 4877 |
Nach dem Zensus von 1988 umfasste die damalige Landgemeinde Enampore 22 Dörfer. Der Hauptort Enampore hatte 616 Einwohner. Größer war noch die Gruppe der fünf Dörfer von Seleky (zusammen 994 Einwohner), dem Hauptort im Nordwesten benachbart. Im Jahr 2013 wurde für den Hauptort von 1200 Einwohnern ausgegangen und die Dörfer von Seleky hatten zusammen 1800 Einwohner. Die Gemeinde zählte damals 19 Dörfer.
Die Nationalstraße N 6 durchquert die Dörfer im Osten der Gemeinde Enampore auf dem Weg von Ziguinchor über Nyassia und Oussouye an die Atlantikküste von Cap Skirring in der Gemeinde Diembéring. In dem Dorf Brin zweigt eine 20 Kilometer lange Schotterpiste von der N6 nach Westen ab. Sie führt durch die meisten der Dörfer der Gemeinde, einschließlich des Hauptortes Enampore und endet in dem Dorf Bandial, dem einzigen Dorf, das mit einer Anlegestelle nahe am Hauptfahrwasser des Casamance liegt.