| Niaguis | ||
|---|---|---|
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| Koordinaten | 12° 34′ N, 16° 10′ W | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Senegal | |
| Region | Ziguinchor | |
| Département | Ziguinchor | |
| ISO 3166-2 | SN-ZG | |
| Arrondissement | Niaguis | |
| Höhe | 18 m | |
| Fläche | 161,6 km² | |
| Einwohner | 21.671 (2023) | |
| Dichte | 134,1 Ew./km² | |
Niaguis ist eine Gemeinde (commune) im Département Ziguinchor der Region Ziguinchor, gelegen im Südwesten Senegals. Sie ist Sitz der Präfektur des Arrondissement de Niaguis und besteht aus dem namensgebenden Hauptort (chef-lieu) sowie weiteren Dörfern (villages) und Weilern (hameaux).
Die Gemeindegebiet von Niaguis liegt im Westen der Casamance und am Südufer des hier einschließlich der amphibischen und unwegsamen Watt- und Mangrovenlandschaft bis zu 8000 Meter breiten Casamance-Stromes. Die Grenze zwischen Guinea-Bissau und Senegal ist vom Südteil der Gemeinde nur fünf Kilometer entfernt.
Der Hauptort Niaguis liegt im Norden des Gemeindegebietes am Ufer des Casamance, zehn Kilometer östlich der Départementspräfektur Ziguinchor auf 18 m Meereshöhe und 272 Kilometer südsüdöstlich der Hauptstadt Dakar. Das Gemeindegebiet umschließt das Stadtgebiet von Ziguinchor von Osten, Süden und Westen, wo die Dörfer Baraf und Djibelor liegen, und es hat eine Fläche von 161,60 km². Weitere benachbarte Kommunen sind im Uhrzeigersinn Adéane im Osten, Boutoupa-Camaracounda im Süden, Nyassia und Enampore im Westen und im Norden, jenseits des großen Stromes, Mangagoulack, Niamone sowie Coubalan.
Wegen der Nähe der Grenze zwischen Guinea-Bissau und Senegal hatten auch die Dörfer im Gemeindegebiet unter dem bewaffneten Casamance-Konflikt in den 1990er und 2000er Jahren zu leiden. Die Bewirtschaftung kultivierten Landes wurde teilweise wegen der Gefahr durch Landminen unmöglich und die Tierhaltung kam wegen häufiger Viehdiebstähle zum Erliegen. Als Nahrungsquelle musste verstärkt auf Fischfang ausgewichen werden. Vertriebene Bevölkerungsgruppen mussten in der Gemeinde untergebracht werden.
Das Dorf Niaguis war seit 1972 Hauptort einer Landgemeinde (communauté rurale) und die erhielt 2014 mit allen Landgemeinden Senegals den Status einer Gemeinde (Commune). Zugleich war Niaguis als Sitz der Unterpräfektur des Arrondissement de Niaguis Hauptort einer Gruppe von zwei Landgemeinden.
Die letzten Volkszählungen ergaben für die Gemeinde jeweils folgende Einwohnerzahlen:
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1988 | 11.606 |
| 2002 | 7653 |
| 2013 | 10.501 |
| 2023 | 21.671 |
Nach dem Zensus von 1988 umfasste die damalige Landgemeinde Niaguis 12 Dörfer. Der Hauptort Nyassia hatte 2159 Einwohner. Nächst größeres Dorf war Fanda (1675 Einwohner), im Osten der Gemeinde gelegen. Im Jahr 2013 wurde für den Hauptort von 2844 Einwohnern ausgegangen und Fanda zählte 2608 Einwohner. Die Gemeinde umfasste auch damals 12 Dörfer.
Die Nationalstraße N 6 durchquert die Gemeinde Niaguis in West-Ost-Richtung auf dem Weg von Ziguinchor über Kolda und die Gambia-Brücke von Gouloumbou zu dem 300 Kilometer entfernten Tambacounda. Sie folgt dabei zunächst weitgehend dem Südufer des Casamance-Stromes.