| Engganotaube | ||||||||||
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Engganotaube | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Macropygia cinnamomea | ||||||||||
| Salvadori, 1892 |
Die Engganotaube (Macropygia cinnamomea, Syn. Macropygia emiliana cinnamomea) ist eine Art der Taubenvögel, die zu den Kuckuckstauben zählt.
Der Vogel ist endemisch auf Enggano, einer Insel südwestlich Sumatras.
Ursprünglich als eigenständige Art beschrieben, wurde sie zusammen mit der Rotsteißtaube (Macropygia rufipennis), Indonesientaube (Macropygia emiliana), Sumatrataube (Macropygia modiglianii), Philippinentaube (Macropygia tenuirostris), Schweiftaube (Macropygia magna), Wellenbrusttaube (Macropygia macassariensis), Tanimbartaube (Macropygia timorlaoensis) und Maronentaube (Macropygia phasianella) unter dem Namen Macropygia amboinensis cinnamomea als konspezifisch mit der Kuckuckstaube (Macropygia amboinensis) angesehen, die dann auch als Macropygia amboinensis sensu lato bezeichnet wurde.
Aufgrund einer Analyse der Lautäußerungen wurde die Art im Jahre 2016 wieder als eigenständig abgetrennt.
Das Verbreitungsgebiet umfasst wohl Wälder und Waldränder.
Der lateinische Artzusatz kommt von lateinisch cinnamomeus ‚zimtfarben‘.
Die Art ist 30–37 cm groß und wiegt etwa 161 g, die einzige Kuckuckstaube auf der Insel mit auffallender gefleckter und geschuppter Ober- und Unterseite. Kopf und Nacken sind blass kastanienbraun, Kinn und Kehle etwas blasser, die Federn tragen schwarze Ränder. Nacken und Mantel sind braun mit sehr kleinen schwarzen Flecken, aber ohne purpurnen Glanz. Die Flügeldecken sind blass bräunlich-zimtfarben mit unregelmäßiger dunkler Fleckzeichnung, die Handschwingen haben zimtfarbene Außenfahnen und sind an den Innenfahnen dunkel. Die mittleren Schwanzfedern sind graubraun, die äußeren zimtfarben mit deutlicher bräunlicher Subterminalbinde auf den Innenfahnen. Die Flügelunterseite ist blass zimtfarben, die Innenfahnen der Handschwingen tragen dunkelbraune Spitzen, die Unterseite ist blass zimtfarben mit großen hellen Flecken, an der Brust besonders deutlich. Die Iris ist beim Männchen bläulich mit gelbem Augenring, beim Weibchen braun mit blassem Ring, bei Jungvögeln wohl rotbraun, der Schnabel ist rötlich beim Männchen, matt blaugrau beim Weibchen und den Jungvögeln, die Beine sind beim Männchen rot, sonst schwärzlich.
Die ähnliche, aber auf der Insel nicht vorkommende Indonesientaube (Macropygia emiliana) hat keine gefleckte Brust und Oberseite dafür etwas purpurnen Glanz auf der Oberseite, während die Sundataube (Macropygia ruficeps) dunkle und nicht helle Brustflecken zeigt, zudem einen schmaleren Schwanz und einen kürzeren Schnabel hat.
Die Art ist monotypisch.
Der einzigartige Gesang wird als sanftes „doo-doo-dowOOH“ oder „wo-hoo-hoooo“ beschrieben, dreisilbig über etwa 1 Sekunde, der erste Ton ist leise, nur aus der Nähe zu hören, der zweite Ton ist länger als die anderen, was bei der Sumatrataube (Macropygia modiglianii) nicht der Fall ist. Die Indonesientaube (Macropygia emiliana) ruft zweisilbig.
Die Art ist ein Standvogel und standorttreu. Vermutlich besteht die Nahrung wie bei anderen Kuckuckstauben hauptsächlich aus Früchten, die auf Bäumen gesucht werden.
Die Brutzeit ist nicht bekannt.
Der Bestand gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) aufgrund des begrenzten Lebensraumes.