Ernst August Flege (geboren 17. Oktober 1898 in Hamburg; † 25. Mai 1965 in Holm bei Wedel) war ein deutscher Maler. Sein Werk umfasst insbesondere Landschaften und Stadtansichten aus Hamburg und dessen Umland und wird dem Expressiven Realismus zugeordnet.
Werke von Flege befinden sich unter anderem in der Hamburger Kunsthalle, im Altonaer Museum sowie in Museen in Kiel und Wedel.
Ernst August Flege wurde 1898 in Hamburg als Sohn eines Gärtners und einer als Putzmacherin tätigen Hutmacherin geboren, die einen angesehenen Hamburger Hutsalon betrieb.
Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule Hamburg wurde seine Ausbildung durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. Flege diente als Melder an der Westfront und geriet in englische Kriegsgefangenschaft, wo er zeitweise als Dolmetscher eingesetzt war.
1934 heiratete Flege; aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Ab Ende der 1920er Jahre arbeitete er als freischaffender Maler in Hamburg-Rissen, ab 1936 lebte er in Holm bei Wedel, wo er 1965 verstarb.
Flege studierte zunächst an der Kunstgewerbeschule Hamburg (Lerchenfeld), unter anderem bei Julius Wohlers und Arthur Illies. Nach Kriegsende setzte er sein Studium 1919 fort. Später wechselte er an die Akademie der Bildenden Künste München, wo er Meisterschüler von Julius Hess war.
Sein künstlerischer Stil entwickelte sich aus der impressionistischen Tradition der sogenannten Hamburger Schule hin zu einem expressiven Realismus, geprägt durch subtile Tonwertabstufungen und eine nervöse, teils kreuzweise gesetzte Pinselschrift.
Das Gesamtwerk von Ernst Flege umfasst Porträts, Stillleben, Interieurs sowie Landschafts- und Stadtansichten, insbesondere aus Hamburg und dessen Umgebung.
Er arbeitete bevorzugt in freier Natur und nutzte häufig ungrundierte Pappe oder Sperrholz als Bildträger. Seine Motive wirken vielfach düster und thematisieren Armut sowie die Alltagswelt vergangener Jahrzehnte. Werke aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg zerstörte Flege um 1920 selbst. In seinen späteren Arbeiten sind zunehmend abstrahierende Tendenzen und eine formale Auflösung der Bildgegenstände zu erkennen.
1939 erkrankte Flege an Multipler Sklerose. Im selben Jahr wurde er in ein Wachbataillon nach Polen einberufen, wo ihm zeitweise künstlerische Arbeit ermöglicht wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschlimmerte sich seine Erkrankung, sodass er wenige Jahre später nicht mehr künstlerisch tätig sein konnte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Flege, Ernst |
| ALTERNATIVNAMEN | Flege, Ernst August (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 17. Oktober 1898 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 25. Mai 1965 |
| STERBEORT | Holm bei Wedel |