Eschabruck

Eschabruck (Rotte)
Ortschaft
Katastralgemeinde Eschabruck
Verwaltungssprengel
Eschabruck (Österreich)
Eschabruck (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Zwettl (ZT), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Zwettl
Pol. Gemeinde Zwettl-Niederösterreich
Koordinaten 48° 34′ 24″ N, 15° 15′ 37″ OKoordinaten: 48° 34′ 24″ N, 15° 15′ 37″ O
Höhe 574 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 110 (1. Jän. 2026)
Gebäudestand 34 (2001f1)
Fläche d. KG 5,48 km² (31. Dez. 2023)
Postleitzahl 3533 Friedersbach
Vorwahl +43/02826 (Rastenfeld)
Ortsvorsteher Andreas Lintner
(Stand: 15. Sept. 2019)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 07030
Katastralgemeindenummer 24310
Zählsprengel/ -bezirk Eschabruck (32530 121)
Lage von Eschabruck in Zwettl
Lage von Eschabruck in Zwettl
Bevölkerungsdichte: 21,61/km²
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
110

f0BW

Eschabruck ist ein Dorf im Waldviertel in Niederösterreich und eine Ortschaft und Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich im Bezirk Zwettl.

Geografie

Eschabruck liegt in einer Entfernung von etwa acht Kilometern Luftlinie südöstlich des Stadtzentrums von Zwettl. Zum 1. Jänner 2026 hatte der Ort 110 Einwohner auf einer Fläche von 5,47 km².

Eschabruck ist durch den Postbus im Ortsgebiet mit dem österreichischen Überlandbusnetz verbunden.

Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die Katastralgemeinde Friedersbach, im Westen an Wolfsberg, südwestlich an Niederwaltenreith (Gemeinde Waldhausen), südlich an Niedernondorf (Gemeinde Waldhausen) und Rohrenreith (Gemeinde Großgöttfritz) und im Westen an Kleinschönau.

Geschichte

Eschabruck wurde 1295 als Essenprukke zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet so viel wie: „bei der Brücke, die aus Eschenholz gezimmert ist“ oder „Brücke über die Escha/den Eschenbach“ (Eschagrabenbach heißt der Bach des Orts).

Franz Xaver Schweickhardts Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens von 1831 beschreibt Eschabruck als Dorf mit 31 Häusern und 208 Einwohnern, das nach Friedersbach eingepfarrt war, wo auch die Kinder eingeschult wurden. Die nächste Poststation befand sich in Zwettl. Die Herrschaft Lichtenfels besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und übte gemeinsam mit der Herrschaft Ottenstein und der Pfarre Friedersbach die Grundherrschaft aus. Militärisch war Gradnitz dem Werbbezirk des Linieninfanterieregiments Nr. 14 zugeordnet.

1968 vereinigten sich die Orte Friedersbach, Eschabruck und Kleinschönau zur Gemeinde Friedersbach, welche sich 1970 freiwillig der Stadtgemeinde Zwettl anschloss. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Eschabruck ein Gemischtwarenhändler, ein Landesproduktehändler, ein Schmied, ein Schuster, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig.

Flur-/Wegkapelle, Denkmalschutz
Bevölkerungs-
entwicklung
DatumEinwohner
1869187
1951116
1961147
1971121
1981114
1991118
2001118
201197

Politik

Der Ortsvorsteher von Eschabruck ist auch für Oberwaltenreith zuständig. Seit 1. Juni 2010 ist das Andreas Lintner, davor war Josef Dirnberger seit 1995 im Amt gewesen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Ortsvorsteher – Alle. In: zwettl.gv.at. Abgerufen am 15. September 2019.
  2. ↑ Volkszählung vom 15. Mai 2001: Einwohner nach Ortschaften. (PDF; 16 kB) In: Statistik Austria. Bundesanstalt Statistik Österreich, S. 1, abgerufen am 5. August 2009.
  3. ↑ Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Städte Niederösterreichs. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1982, ISBN 978-3-7001-0463-6, S. 388.
  4. ↑ Katastralgemeinden, Erstnennung und Namensdeutung. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 15. Juli 2009. Vgl. Elisabeth Schuster: Die Etymologie der niederösterreichischen Ortsnamen. Hrsg.: Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Wien (1989, 1990, 1994).
  5. ↑ Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens. 6. Band: Viertel Ober-Manhardsberg. Wien 1831, S. 152–154 (Volltext).
  6. ↑ per 1.1. d. J., LGBL. NÖ. Nr. 468/1967
  7. ↑ Gemeindezusammenlegung. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 15. Juli 2009.
  8. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 237
  9. ↑ Kurt Klein: Historisches Ortslexikon – Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Niederösterreich, 4. Teil: Waidhofen an der Thaya, Wiener Neustadt (Land), Wien-Umgebung, Zwettl. (PDF; 840 KB) In: oeaw.ac.at. ÖAW, 31. August 2016, S. 113, abgerufen am 4. Mai 2019.
  10. ↑ Neubestellung und Angelobung der Ortsvorsteher. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. Mai 2014; abgerufen am 28. September 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.