| Merzenstein (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Merzenstein Verwaltungssprengel | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Zwettl (ZT), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Zwettl | |
| Pol. Gemeinde | Zwettl-Niederösterreich | |
| Koordinaten | 48° 34′ 8″ N, 15° 5′ 17″ O | |
| Höhe | 662 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 140 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 4,12 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 3911 Zwettl | |
| Vorwahl | +43/02822 (Zwettl) | |
| Ortsvorsteherin | Claudia Kolm (Stand: 4. Feb. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 07051 | |
| Katastralgemeindenummer | 24345 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Marbach am Walde (32530 010) | |
| Lage von Merzenstein in Zwettl | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Merzenstein ist eine Ortschaft in Niederösterreich und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich. Am 1. Jänner 2026 hatte die Ortschaft 140 Einwohner auf einer Fläche von 412,47 ha.
Merzenstein liegt in einer Entfernung von etwa 6 Kilometern Luftlinie südwestlich des Stadtzentrums von Zwettl an der Einmündung der Königswiesener Straße (B 124) in die Böhmerwald Straße (B 38) zwischen Gschwendt und Etzen. Der Ort ist durch Postbusse mit dem österreichischen Überlandbusnetz verbunden.
Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die Katastralgemeinden Jahrings und Waldhams, östlich an Gschwendt und Uttissenbach, im Süden an Rottenbach und Marbach am Walde sowie westlich an die zu Groß Gerungs gehörenden Katastralgemeinden Josefsdorf und Oberneustift.
| Bevölkerungs- entwicklung | |
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | 150 |
| 1951 | 148 |
| 1961 | 142 |
| 1971 | 158 |
| 1981 | 160 |
| 1991 | 172 |
| 2001 | 144 |
| 2011 | 137 |
Merzenstein wurde 1291 als Mersenstain zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es handelt sich dabei um einen Burgnamen mit der Bedeutung „Burg am Felsen, die nach einem Mann mit dem Namen Marso benannt ist“.
In der Nähe von Merzenstein befindet sich ein aufgelassener Steinbruch mit Vorkommen von Bergkristallen und Chalkopyrit. In Quellen aus dem 19. Jahrhundert wird berichtet, dass das abgebaute Material aufgrund seiner Härte und Porosität zur Herstellung von Mühlsteinen verwendet wurde.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 26 Häusern genannt, das nach Marbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Rottenbach besaß die Ortsobrigkeit und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Rosenau ausgeübt, die auch die Konskription besorgte. Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Merzenstein ein Gastwirt und einige Landwirte ansässig.