Eugen Sachsse

Grab von Eugen Sachsse und Familie auf dem Poppelsdorfer Friedhof

Eugen Friedrich Ferdinand Sachsse (* 20. August 1839 in Köln; † 20. Dezember 1917 in Bonn) war ein deutscher evangelischer Theologe und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Eugen Sachsse war der Sohn eines Geheimen Postrats. Nach dem Besuch der Gymnasien in Minden und Elberfeld studierte er von 1857 bis 1861 Evangelische Theologie an der Universität Bonn und der Universität zu Berlin. 1863 erwarb er an der Universität zu Berlin den Grad eines Lic.theol. Im gleichen Jahr ging er nach Vlotho, wo er zunächst als Hilfsprediger, Adjunkt und ab 1867 als evangelischer Pfarrer tätig war. 1869 wurde er Seminaroberlehrer in Hilchenbach und 1871 Pfarrer in Hamm.

Im Jahre 1883 übernahm Eugen Sachsse eine Professur am Predigerseminar Herborn und war zugleich der Direktor. 1884 erlangte er den theologischen Doktorgrad an der Universität Marburg/L. 1889 wurde er ordentlicher Professor für Praktische Theologie an der Universität Bonn und war zugleich Universitätsprediger. 1897 wurde er zum Geheimen Konsistorialrat ernannt und 1913 emeritiert.

Neben einer umfangreichen Geschichte des Pietismus veröffentlichte Eugen Sachsse Leitfäden zur Homiletik und praktischen Theologie sowie eine Reihe von Vorträgen.

Eugen Sachsse heiratete 1864 in Vlotho Auguste Reeder (1844–1877) aus Duisburg und 1880 Klara Hartmann (* 1850) aus Hamm. Die Theologen Eduard Sachsse und Carl Sachsse (1889–1966) waren seine Söhne. Ebenso Walter Sachsse, der Bürgermeister der Bürgermeisterei Bredeney und Beigeordneter war.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ https://d-nb.info/gnd/11674166X (Eugen Sachsse); Sachsse, Eugen. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818-1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 255.
  2. 1 2 Sachsse, Eugen Friedr. Ferd. In: Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. Selbstverlag d. Hist. Komm. f. Nassau, Wiesbaden 1992.
  3. ↑ Nachruf in Chronik der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. Jg. 1930/31, 1932, S. 15 (online).
  4. ↑ 1 OB 004. Bevollmächtigter der EKiR für die französische Besatzungszone: Carl Sachsse 1945–1959. In: Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland. Bearbeiter: Walter Schmidt, 1962; Markus Möller, 2016, S. 1 (PDF).
  5. ↑ Stadt Essen und Historischer Verein für Stadt und Stift Essen (Hrsg.), Erwin Dickhoff (†): Essener Köpfe. Klartext-Verlag, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1231-1, S. 292.
Personendaten
NAME Sachsse, Eugen
ALTERNATIVNAMEN Sachsse, Eugen Friedrich Ferdinand (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelischer Theologe und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 20. August 1839
GEBURTSORT Köln
STERBEDATUM 20. Dezember 1917
STERBEORT Bonn