AFC Sunderland

AFC Sunderland
Das Logo seit 1997
Basisdaten
Name Sunderland Association Football Club
Sitz Sunderland, England
Gründung 1879
Eigentümer Kyril Louis-Dreyfus
Website safc.com
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Régis Le Bris
Spielstätte Stadium of Light
Plätze 48.095
Liga Premier League
2025/26 7. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Der AFC Sunderland (offiziell: Sunderland Association Football Club) – auch bekannt als The Black Cats – ist ein englischer Fußballverein aus der Industriestadt Sunderland im Nordosten von England. Er gewann sechsmal die englische Meisterschaft und zweimal den FA Cup. Der letzte große Titel liegt mit dem FA Cup 1973 allerdings schon lange zurück.

Den AFC Sunderland und Newcastle United verbindet eine traditionsreiche Rivalität. Spiele beider Mannschaften werden „Tyne and Wear Derby“ genannt. Seit 1997 spielt Sunderland im 48.095 Zuschauer fassenden Stadium of Light. Zuvor war der Verein im Roker Park beheimatet. Nach vier Jahren in der dritten Liga war der Verein ab 2022 in der zweithöchsten englischen Spielklasse, der EFL Championship aktiv. Am 24. Mai 2025 sicherte sich Sunderland die Rückkehr in die Premier League, nachdem man das Finale der Aufstiegs-Play-offs der EFL Championship im Wembley-Stadion mit einem Sieg über Sheffield United für sich entschied. Damit kehrte der Club nach mehreren Jahren in den unteren Ligen in die höchste Spielklasse des englischen Fußballs zurück.

Geschichte

Sunderland und Aston Villa erschienen 1895 in einer frühen Fußballmalerei von Thomas M.M. Hemy

Der Verein wurde im Jahr 1879 unter dem Namen Sunderland & District Teachers Association gegründet. Sieben Jahre später, nun unter dem Namen Sunderland Association Football Club, wurde der Verein professionell und rekrutierte die ersten „ausländischen“ Spieler aus Schottland. Der AFC war später die erste Fußballmannschaft, die dreimal englischer Meister wurde; der Schotte Johnny Campbell wurde mehrmals Torschützenkönig.

Im Jahr 2003 stieg man aus der Premier League ab und spielte zwei Jahre lang in der Football League Championship. Nach der Saison 2004/05 stieg der Club als Meister der Football League Championship wieder in die Premier League auf, stieg nach der Saison 2005/06 als 20. sofort wieder ab. Ein siebenköpfiges irisches Konsortium mit dem Namen Drumaville Consortium kaufte 2006 den Verein aus der Eigentümerschaft von Bob Murray heraus. Niall Quinn als Mitglied dieser Vereinigung wurde als Trainer eingesetzt. Nach schwachem Abschneiden in der Liga folgte ihm Roy Keane als Trainer; Quinn selbst übernahm den Posten des Vereinspräsidenten. Noch in der gleichen Saison gelang dem AFC Sunderland der Aufstieg in die Premier League. In der Spielzeit 2007/08 wurde die Klasse mit Rang 15 gehalten.

Im März 2013 übernahm Paolo Di Canio den Trainerposten. Di Canio war aufgrund seines klaren Bekenntnisses zum italienischen Faschismus umstritten. David Miliband trat deswegen aus Protest als Vize-Präsident und Aufsichtsratschef zurück. Di Canio wurde im September 2013 entlassen, nachdem eine verbale Auseinandersetzung mit mehreren Spielern die tiefen Gräben in der Mannschaft aufgezeigt hatte. Di Canio hatte zuvor mehrmals öffentlich Spieler kritisiert. Nachfolger wurde Gustavo Poyet.

Im Juli 2016 übernahm David Moyes den Trainerposten. Mit ihm stieg der AFC Sunderland als Tabellenletzter der Saison 2016/17 aus der Premier League mit 24 Punkten ab. Nach Saisonende wechselte Torhüter Jordan Pickford, der seit seinem achten Lebensjahr die Nachwuchsabteilung des AFC Sunderland durchlaufen hatte, für die Rekordsumme von umgerechnet 34 Millionen Euro zum FC Everton. Eine Saison später stieg man als Tabellenletzter auch aus der zweithöchsten englischen Liga ab. Diese Saison wurde in der Netflix-Serie Sunderland 'til I Die dokumentiert. In der Folge verkaufte Ellis Short, der US-amerikanische Eigentümer, den Club an ein internationales Konsortium von Investoren um den englischen Unternehmer und Fußball-Manager Stewart Donald.

In der Saison 2018/19 wechselte der nordirische Stürmer Will Grigg für rund 4,6 Millionen Euro vom Zweitligisten Wigan Athletic zum klassentieferen AFC Sunderland. Es war der bis dahin teuerste Transfer eines Spielers zu einem Klub aus der League One. Das Team schloss in der Liga auf Rang 5 ab und verlor in den Aufstiegs-Playoffs gegen Charlton Athletic. 2022 gelang als Tabellenfünfter nach Play-off-Siegen über Sheffield Wednesday und Wycombe Wanderers die Rückkehr in die EFL Championship.

Zum Abschluss der Saison 2024/2025 gewann Sunderland das Finale der Aufstiegs-Playoffs der EFL Championship und stieg in die Premier League auf.

Kader der Saison 2026/27

Stand: 9. Oktober 2026

Nr. Position Name
4 OsterreichÖsterreich AB Kevin Danso
5 Nordirland AB Daniel Ballard
6 FrankreichFrankreich AB Dayann Méthalie
7 Marokko MF Chemsdine Talbi
8 Irland MF Alan Browne
9 NiederlandeNiederlande ST Brian Brobbey
10 Ecuador ST Nilson Angulo
11 EnglandEngland MF Chris Rigg
12 Belgien AB Thomas Meunier
13 EnglandEngland MF Luke O’Nien
14 EnglandEngland ST Romaine Mundle
15 Paraguay AB Omar Alderete
17 Mosambik AB Reinildo Mandava
18 FrankreichFrankreich ST Wilson Isidor
Nr. Position Name
19 Senegal MF Habib Diarra
20 FrankreichFrankreich AB Nordi Mukiele
21 EnglandEngland TW Simon Moore
22 NiederlandeNiederlande TW Robin Roefs
27 Kongo Demokratische Republik MF Noah Sadiki
28 FrankreichFrankreich MF Enzo Le Fée
29 Kongo Demokratische Republik MF Jules Ahoka
31 SchwedenSchweden TW Melker Ellborg
32 Nordirland AB Trai Hume
34 Schweiz MF Granit Xhaka (C)ein weißes C in blauem Kreis
37 Elfenbeinküste ST Jocelin Ta Bi
39 Belgien ST Malick Fofana
42 EnglandEngland AB Aji Alese
46 FrankreichFrankreich MF Abdoullah Ba

Daten und Namen

Das Wappen des AFC Sunderland von 1972 bis 1997

Titel und Erfolge

Englischer Meister:

Englischer Pokal (FA Cup):

League Cup:

EFL Trophy:

Charity Shield:

  • Sieger 1936

Rekordspieler

Die folgende Aufstellung zeigt jeweils die 10 Spieler mit den meisten Pflichtspieleinsätzen und -toren in der Geschichte des AFC Sunderland.

Einsätze
1 England Jimmy Montgomery1960–1977 627
2 England Len Ashurst1957–1970 458
3 Ned Doig1890–1904 457
4 England Stan Anderson1951–1963 447
5 England Gary Bennett1984–1995 443
6 Bobby Kerr1966–1978 433
7 England Gordon Armstrong1985–1996 416
8 England Charlie Buchan1911–1925 411
9 England Michael Gray1992–2004 410
10 Charlie Hurley1957–1969 401
Tore
1 England Bobby Gurney1925–1950 228
2 England Charlie Buchan1911–1925 223
3 Dave Halliday1925–1929 165
4 England George Holley1904–1919 157
5 Johnny Campbell1890–1897 154
6 England Raich Carter1931–1939 130
6 England Kevin Phillips1997–2003 128
8 Jimmy Millar1890–1896, 1900–1904 127
9 England Arthur Bridgett1902–1912 116
10 Patsy Gallacher1929–1938 107

Manager (Trainer)

Peter Reid trainierte den AFC Sunderland von 1995 bis 2002

Interimstrainer werden in dieser Liste nicht berücksichtigt.

ZeitraumTrainer
1889–1896 Tom Watson
1896–1899 Robert Campbell
1899–1905 Alex Mackie
1905–1928 Bob Kyle
1928–1939 Johnny Cochrane
1939–1957 Bill Murray
1957–1964 Alan Brown
1965–1968 Ian McColl
1968–1972 Alan Brown
1972–1976 Bob Stokoe
1976–1978 Jimmy Adamson
1978–1979 Billy Elliott
1979–1981 Ben Knighton
1981–1984 Alan Durban
1984–1985 Len Ashurst
1985–1987 Lawrie McMenemy
1987–1991 Denis Smith
1991–1993 Malcolm Crosby
1993 Terry Butcher
1993–1995 Mick Buxton
1995–2002 Peter Reid
2002–2003 Howard Wilkinson
2003–2006 Mick McCarthy
2006 Niall Quinn
2006–2008 Roy Keane
2008–2009 Ricky Sbragia
2009–2011 Steve Bruce
2011–2013 Martin O’Neill
2013 Paolo Di Canio
2013–2015 Gustavo Poyet
2015 Dick Advocaat
2015–2016 Sam Allardyce
2016–2017 David Moyes
2017 Simon Grayson
2017–2018 Chris Coleman
2018–2019 Jack Ross
2019–2020 Phil Parkinson
2020–2022 Lee Johnson
2022 Alex Neil
2022–2023 Tony Mowbray
2023–2024 Michael Beale
2024– Régis Le Bris

Literatur

Commons: AFC Sunderland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Premier League Handbook 2026/27. (PDF; 14,6 MB) In: premierleague.com. The Football Association Premier League Limited, 31. Juli 2026, S. 3940, abgerufen am 5. August 2026 (englisch).
  2. ↑ Louise Taylor: Paolo Di Canio confirmed as new Sunderland manager. The Guardian, 31. März 2013. Abgerufen am 1. April 2013
  3. ↑ David Miliband quits Sunderland FC in Di Canio protest. The Guardian, 1. April 2013. Abgerufen am 1. April 2013
  4. ↑ Louise Taylor: Sunderland sack Paolo Di Canio after training-ground row with players. The Guardian, 22. September 2013.
  5. ↑ Poyet übernimmt die „Black Cats“. kicker.de, 8. Oktober 2013.
  6. ↑ Tim Beyer: Und der soll Engländer sein?. Zeit Online, 11. Juli 2018. Abgerufen am 23. Februar 2019.
  7. ↑ Sunderland ’Til I Die, and the plight of the merely-very-good football player. The Guardian, 10. Februar 2019. Abgerufen am 23. Februar 2019
  8. ↑ Sunderland AFC to change ownership. Presseerklärung AFC Sunderland vom 29. April 2018
  9. ↑ Kultstürmer Will Grigg sorgt für Transferrekord., 1. Februar 2019. Abgerufen am 23. Februar 2019.
  10. ↑ Sunderland AFC: Men - Sunderland AFC. Abgerufen am 9. Oktober 2026.
  11. ↑ Rob Mason, Mike Gibson, Barry Jackson: Sunderland AFC – The Absolute Record. Twocan, 2020, ISBN 978-1-913362-79-9, S. 355 f.