Feltas

Feltas
Rechtsform Personengesellschaft
Gründung 10. Januar 1923
Sitz Baden-Baden, Deutschland
Leitung Hanns Kaiser
Branche Verlag, Archiv
Website www.feltas.de
Stand: 22. November 2020

Das Feltas Archiv (Eigenschreibweise FELTAS) ist eine digitale, kuratierte Ereignisdatenbank, die historische, gegenwärtige und zukünftige Ereignisse sowie biografische Daten in einer einheitlich strukturierten Form erfasst und zugänglich macht. Ausgehend von diesen Datensätzen werden Jahrestage und Jubiläen systematisch ableitbar und tagesbezogen erschlossen.

Das Archiv ist international ausgerichtet und umfasst Informationen zu Personen und Ereignissen aus den Bereichen Bühne, Film, Fernsehen, Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Musik und Gesellschaft. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Aktionstage, Gedenktage sowie zukünftige Ereignisse. Der Online-Dienst berücksichtigt rund 90.000 Ereignisse und etwa 150.000 Datumsbezüge.

Kennzeichnend für das Archiv ist die Verbindung von redaktioneller Auswahl, standardisierter Datenstruktur und zeitlicher Navigation. Jedes Ereignis wird als eigenständige Karteikarte mit eindeutiger Artikelnummer geführt und mit Datum, Ort, thematischer Einordnung, Spezialgebieten sowie einer priorisierenden Bewertung versehen. Diese Struktur ermöglicht eine gezielte Auswahl relevanter Ereignisse und deren Zusammenführung zu chronologischen Übersichten.

Die Daten sind nicht als isolierte Einzelinformationen angelegt, sondern als miteinander kombinierbare Einheiten, die eine direkte Weiterverarbeitung in Form von Zeitreihen, Themenübersichten und Kalenderstrukturen erlauben.

Geschichte

Das FELTAS Archiv wurde 1923 als „Illustrationsverlag Wagenburg“ in Berlin von Horst Deike und Horst Jansen gegründet. Das Haus lieferte Bildmaterial für die Tagespresse sowie einen Jahreskalender für Geburtstage, Todestage, Feiertage und Jahrestage wichtiger Ereignisse der Zeitgeschichte. 1924 schied Jansen aus dem Unternehmen aus. Bei einem Luftangriff 1944 wurde das Archiv in der Friedrichstraße vollständig zerstört. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm der Verlag 1949 seine Tätigkeit wieder auf.

1970 wurde der Verlag um eine Druckerei erweitert. Ab 1980 wurden die Daten des Archivs schrittweise in ein EDV-System überführt. 2011 verkaufte die Gründerfamilie das Gedenktage-Archiv, das in der Folge als Feltas Archiv weitergeführt und um zukünftige Ereignisse erweitert wurde. 2015 wurde die Druckversion eingestellt, kurz darauf auch die Website gedenktage.de.

Feltas heute

Das FELTAS Archiv umfasst derzeit rund 90.000 Datensätze und etwa 150.000 Datumsbezüge und wird fortlaufend erweitert. Die Inhalte werden manuell recherchiert, redaktionell geprüft und nach ihrer historischen Relevanz ausgewählt.

Zentrales Funktionsprinzip ist die zeitbezogene Erschließung von Ereignissen. Nutzer können für einzelne Tage oder frei definierbare Zeiträume relevante Ereignisse abrufen, diese nach Themen, Regionen und Spezialgebieten filtern und gezielt auswählen.

Ein wesentliches Merkmal ist die Möglichkeit, aus Suchergebnissen eine individuelle Auswahl zu treffen und daraus automatisiert eine chronologische Übersicht zu generieren. Diese kann gespeichert, exportiert oder weiterverarbeitet werden. Damit verbindet das Archiv die Funktionen eines Nachschlagewerks mit denen eines Analyse- und Planungssystems.

Die Startseite stellt täglich eine Auswahl von mehreren Dutzend relevanten Ereignissen bereit und dient als Zugang zu tagesbezogenen historischen Informationen. Das Archiv wird insbesondere von Bibliotheken, Universitäten und redaktionellen Einrichtungen genutzt.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. 1 2 FELTAS Archiv – Offizielle Website. Abgerufen am 4. Mai 2026.