Ferdinand Gropius (* 25. August 1798 in Braunschweig; † 15. Januar 1849 in Berlin) war ein deutscher Maler, Bühnenbildner und Kunst- und Buchhändler.
Ferdinand Gropius war der zweite Sohn von Wilhelm Ernst Gropius (1765–1852), Maskenfabrikant und Theaterbesitzer, und Lucie Henriette, geb. Gräffer (1771–1811). Seine Brüder waren Carl und George Gropius. 1815 trat er als freiwilliger Jäger in das Colomb'sche Husarenregiment ein. Er war Schüler von Karl Friedrich Schinkel, der mit seinem Vater befreundet war. Auf der Akademieausstellung 1822 war er mit zwei Ansichten des Wartburgsaals vertreten. 1823 ging er als Maler landschaftlicher und architektonischer Bühnendekorationen zum Leipziger Stadttheater, u. a. entwarf er 1823 das Bühnenbild zu Schillers Turandot und zur deutschen Uraufführung von Webers Oberon am 24. Dezember 1826. 1827 wechselte er als Dekorateur und Maler nach Berlin an das Königstädtische Theater und schuf dort u. a. Bühnenbilder zur Neuinszenierung von Wranitzkys Oberon am 25. Juni 1828. Er wurde Mitbesitzer des Dioramas der Gebrüder Gropius in der Georgenstraße 12 und bis 1831 auch Mitinhaber der Buch- und Kunsthandlung seines Bruders George. Im Juli 1828 heiratete er Antonie Dietrich (* 1807 in Berlin; † 1843 in Dresden). Auf der Akademieausstellung 1830 zeigte er ein Ölbild „Dekorationsmalersaal des Schauspielhauses zu Leipzig“. Im Oktober 1838 wurde er nach St. Petersburg berufen, um die Dekoration des neuen Winterpalastes zu übernehmen. 1842 schuf er Theaterdekorationen in Dresden. Dort starb seine Frau. Da er den frühen Tod seiner Frau nicht verwinden konnte, nahm er sich 1849 das Leben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gropius, Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler, Bühnenbildner und Kunst- und Buchhändler |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1798 |
| GEBURTSORT | Braunschweig |
| STERBEDATUM | 15. Januar 1849 |
| STERBEORT | Berlin |