George Gropius

George Gropius

Friedrich George Gropius (* 16. April 1802 in Berlin; † 20. März 1842 ebenda) war ein deutscher Buch- und Kunsthändler und Verleger.

Biografie

Er war der jüngste Sohn von Wilhelm Ernst Gropius (* 10. Januar 1765 in Räbke; † 9. Januar 1852 in Berlin), Maskenfabrikant, Theaterbesitzer und Freund von Karl Friedrich Schinkel, und Lucie Henriette, geb. Gräffer (1771–1811). Seine Brüder waren Carl und Ferdinand Gropius. Als Gebrüder Gropius gründeten sie 1827 das Diorama in der Georgenstraße Nr. 12, Ecke Stallstraße. Gleichzeitig betrieben Georg Gropius und sein Bruder Ferdinand als Gebr. Gropius dort einen Handel mit Büchern und Stichen. Im Oktober 1831 ist die Fa. Gebr. Gropius erloschen und George Gropius wurde alleiniger Inhaber der Gropius'schen Buch- und Kunsthandlung. Er eröffnete 1832 einen Kunst- und Buchhandel am Schloßplatz 1 und betrieb eine Fabrik für Kinderspiele. 1833 gründete er das Wochenblatt Museum, das bis 1837 bestand. Ab 1835 hatte er eine Kunst- und Buchhandlung im Erdgeschoss der Schinkelschen Bauakademie. Als Mitglied des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler gründete er 1836 den Unterstützungsverein deutscher Buchhändler und Buchhandlungsgehilfen. 1839 wurde er Herausgeber des Central-Blatt der deutschen Kunstvereine, das bis 1842 bestand. Im selben Jahr führte er als einer der Ersten die von Carl Theodor Dörffel mit einem selbstangefertigten Apparat erstellten Daguerrotypbilder vor und machte sich um die Verbreitung der neuen Technik Daguerres in Berlin verdient. Damit machte er seinem Freund Louis Sachse Konkurrenz. 1840 verkaufte er sein Sortiment an Carl Reimarus (* 1812 oder 1813; † 1849 in Potsdam), der die Gropius’sche Buch- und Kunsthandlung bis zu seinem Tod weiterführte. 1851 kam der gesamte Verlag an Ernst & Korn.

Gropius war ab 1828 in erster Ehe mit Pauline Meyer (* 1809 in Berlin; † 1835 ebenda) verheiratet und ab 1838 in zweiter Ehe mit Sophie von Stosch (* 1813 in Trebichow; † 1878 in Bütow).

Veröffentlichungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Berichtigungen. In: Wochenblatt für Buchhändler, Musikhändler, Buchdrucker und Antiquare. Band 12, Nr. 27/28. Krieger, Kassel 1832 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Amtlicher Theil. In: Börsenverein der Deutschen Buchhändler (Hrsg.): Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. 40. Jhrg., Nr. 207, 1873, S. 49 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  3. ↑ Anna Ahrens: Der Pionier. Wie Louis Sachse in Berlin den Kunstmarkt erfand. Böhlau, Köln 2017, ISBN 978-3-412-50594-3, S. 231–232, 267. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Adolph Russell: Buch- und Kunst-Katalog. Adolph Russell's Verlag, Münster i. W. 1881, S. 437/438. (Volltext in der Google-Buchsuche).
Personendaten
NAME Gropius, George
ALTERNATIVNAMEN Gropius, Friedrich George (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Buch- und Kunsthändler und Verleger
GEBURTSDATUM 16. April 1802
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 20. März 1842
STERBEORT Berlin