

Die römisch-katholische Filialkirche Kohfidisch steht in der Ortschaft Kohfidisch in der Gemeinde Kohfidisch im Bezirk Oberwart im Burgenland (Österreich). Die dem Patronat des heiligen Johannes Nepomuk unterstellte Filialkirche gehört zur Pfarre Kirchfidisch im Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt. Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
Mangels einer eigenen Kirche in Kohfidisch wurden Gottesdienste bis 1939 in der Schlosskapelle des Schloss Kohfidisch abgehalten. Im Zuge der Kriegswirren während des Zweiten Weltkrieges wurden Schloss und Kapelle 1945 zerstört bzw. stark in Mitleidenschaft gezogen. Danach gab es in Kohfidisch keine eigene Kirche. Der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus scheiterte, bis die Gemeinde das Bauprojekt bestehend aus Kirche und Aufbahrungshalle in die Hand nahm. Das Bauvorhaben wurde in den Jahren 1975 bis 1978 nach Plänen von Architekt Heinrich Wolfgang Gimbel errichtet.
Der Kirchenbau steht in der Mitte des Ortes auf dem Kirchenplatz, an einem zur Straße hin abfallenden Gelände. Der Baukörper der Kirche hat eine eternitverschalte Dachlandschaft und erstreckt sich über zwei Geschoße. Auf Ebene der Straße befindet sich der achteckige, von oben und seitwärts belichtete Treppenturm mit einem Kreuz auf der Platzseite, das den Kirchturm weit überragt. Südlich und nördlich wird der Turm von zwei offenen Vorplätzen flankiert, die jeweils von einem achteckigen Flachdach aus Sichtbeton überdacht werden. Hinter dem Treppenturm erstreckt sich auf der oberen Geschoßebene der ebenfalls achteckige, west-ost gerichtete Kirchenbau unter einem Satteldach. mit breiten Fensterbändern, sowohl entlang der Trauf-, als auch an der Firstlinie. Dem Kirchenbau folgt südlich ein niedrigerer Baukörper für Sakristei und Leichenhalle. Dieser Anbau hat einen rechteckigen, südlich spitz zulaufenden Grundriss und wird von einem, den westlich anschließenden Vorplatz überragenden Flach- bzw. südlichem Pultdach bedeckt.
Der polygonale Kirchensaal ist über der Trauflinie, entsprechend der Dachform, holzverschalt. und umfasst an der Ostwand, den leicht überhöhten Altarraum mit Volksaltar, Ambo, Tabernakel und Sessio. An der Ostwand befindet sich die Darstellung des Gekreuzigten. Westseitig befindet sich über dem Eingangsbereich eine, vom Kirchenraum aus erreichbare, freitragende Empore mit glatter Brüstung.
Koordinaten: 47° 10′ 30″ N, 16° 21′ 30,7″ O