Flora Fong

Flora Fong García (* 8. November 1949 in Camagüey) ist eine kubanische Künstlerin. In ihrem Werk verschmelzen ihre kubanische Erziehung mit dem Erbe ihrer chinesischen Abstammung. Sie ist Malerin, Bildhauerin und Keramikerin und hat außerdem mit Glas gearbeitet sowie asiatische Drachen gebastelt.

Werdegang

Flora Fong wurde in Camagüey, Kuba, als Tochter einer kubanischen Mutter und eines chinesischen Vaters geboren. Sie studierte an der Provinzschule für Bildende Künste in Camagüey und an der Nationalen Kunstschule (ENA) in Havanna (Kuba).

Zwischen 1970 und 1989 war sie Professorin für Malerei an der Nationalen Schule für Bildende Künste San Alejandro in Havanna. Sie ist Mitglied der Nationalen Union der Schriftsteller und Künstler Kubas (UNEAC) und der Internationalen Vereinigung der Bildenden Künstler (AIAP).

Fong hat ihre Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien in den USA, Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Japan, der Schweiz, Venezuela, Südkorea, Indien, Mexiko und Argentinien gezeigt.

Zudem hat sie Illustrationen für verschiedene Publikationen angefertigt, darunter das Titelbild des Romans «El columpio del Rey Spencer» der kubanischen Schriftstellerin Marta Rojas sowie das Buch «Junto al álamo de los sinsontes» des kubanischen Schriftstellers Emilio de Armas.

Sie hat zwei Kinder mit dem ebenfalls kubanischen Künstler Nelson Domínguez, Liang und Li Domínguez Fong, die ebenfalls Künstler sind und mit denen sie auch schon bei einigen Ausstellungen zusammengearbeitet hat.

Werk

Fongs Werk speist sich aus Einflüssen der abstrakten Kunst, des Surrealismus und des Expressionismus. Es ist unschwer zu erkennen, wie sie die Tropen – mit ihrem Licht und ihren Farben – mit Elementen ihrer chinesischen kulturellen Wurzeln verbindet. Zu den Elementen, die sich in ihrem Werk wiederholen, gehören Palmen, Tabakblätter, die Sonne, Sonnenblumen, Hurrikane und das Meer; später fließen auch östliche Traditionen, insbesondere die chinesische Kalligraphie, in ihr Schaffen ein.

Ihre typischen Frauenfiguren treten häufig als Priesterinnen oder Hüterinnen der Erinnerung in Erscheinung und verbinden afrikanische und asiatische Stilelemente mit ihrer kubanischen Identität.

Auch Themen, die die Welt betreffen, sind ihr nicht fremd, und so gibt es beispielsweise Werke, die ihre Sorge um die Klimakrise widerspiegeln: Ein spärlicher Schatten (La poca sombra) zeigt einen Bananenbaum und einen Mann, der versucht, diesen minimalen Schatten einzufangen; und in Krebs im Mangrovenwald (Cangrejo en el manglar) scheint sich eine Krebs zu fragen, was um sie herum vor sich geht.

Einzelnachweise

  1. ↑ Johann: Flora Fong - Über den Künstler. In: ArteMorfosis. 31. März 2015, abgerufen am 1. Juli 2026.
  2. 1 2 3 4 5 6 Flora Fong. Abgerufen am 1. Juli 2026 (englisch).
  3. ↑ Leslie: Flora Fong: vom Westen nach Osten. In: OnCubaNews. 1. Dezember 2012, abgerufen am 1. Juli 2026 (spanisch).
  4. ↑ Gilberto González García: Flora Fong: Iconic Figure in Cuban Culture. In: CMBQ Radio Enciclopedia - English. 9. November 2025, abgerufen am 1. Juli 2026 (spanisch).
  5. ↑ CUBARTE: Flora Fong: “Cuando nació Liang, puse un caballete cerca de la cuna”. In: Portal Cubarte. (cult.cu [abgerufen am 1. Juli 2026]).
  6. ↑ Cecilia Crespo: Flora Fong y el amor por la naturaleza al lienzo. In: OnCubaNews. 11. Mai 2019, abgerufen am 1. Juli 2026 (spanisch).
Personendaten
NAME Fong, Flora
ALTERNATIVNAMEN Fong García, Flora (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG kubanische Künstlerin
GEBURTSDATUM 8. November 1949
GEBURTSORT Camagüey