Florian Guthknecht (* 19. September 1969 in Fürstenfeldbruck) ist ein deutscher Tierfilmer und Regisseur.
Guthknecht studierte in Augsburg und Florenz Germanistik und Geschichte. Seit dem Ende seines Studiums arbeitet er als freier Journalist für verschiedene Medien und dreht historische Dokumentationen. Dabei reiste er in entlegene Regionen, vor allem nach Asien, und begann, die Zerstörung der Natur zu dokumentieren. Im Jahre 1998 produzierte er mehrere Dokumentationen für das Format Welt der Tiere mit ersten Bildern über das Korallensterben auf den Malediven und seinen Folgen.
Er war 2002 der erste nicht-italienische Journalist, der zusammen mit dem Biologen und Kameramann Christian Lott die Erlaubnis zu Filmaufnahmen im Naturschutzgebiet Montecristo erhielt. Nachdem bis 2003 vor allem historische Dokumentationen im Vordergrund seiner Arbeit gestanden hatten, widmet sich Guthknecht seither vor allem der Unterwasserwelt. 2006 dokumentiert er mit dem deutschen Kameramann Michael Boxrucker für den Bayerischen Rundfunk und Arte das Aussterben des Chinesischen Flussdelfins aufgrund der Zerstörung seines Lebensraums. Guthknecht war federführender Autor für den Netflix- und ARD-Fünfteiler Das Mittelmeer, den er auch moderierte. In den Folgejahren entstanden mehrere Arbeiten wie Die Azoren mit Sundance-Preisträger Richard Ladkani oder Monster im Badesee mit Volker Tittel. 2015 und 2016 verbrachte Florian Guthknecht für den Mehrteiler Die Karibik für ARD und Arte mehrere Monate auf den karibischen Inseln.
Seit 2019 produziert er in Zusammenarbeit mit Maritim (Label) Hörspielreihen wie Frankenstein und der Zirkel der Sieben.
Seine erste 43-minütige Tierdokumentation „Quallen – schreckliche Schönheiten“ für ARTE und das Bayerische Fernsehen gewann 2005 die Goldene Palme beim Festival mondial de l'image sous-marine in Antibes und wurde auch bei europäischen Naturfilmfestivals ausgezeichnet. Beim ältesten Naturfilmfestival Europas in Albert gewann er mit seinen Filmen in drei Jahren hintereinander in drei verschiedenen Kategorien die begehrte Goldene Giraffe. Insgesamt erhielten Guthknechts Dokumentationen über 50 internationale Filmpreise, darunter den Umweltpreis des Science Film Festival in Bangkok für "Sägefische - Neptuns vergessene Kinder", "Best Story" beim Festival mondial de l'image sous-marine in Marseille für Revolution am Riff, bester Umweltfilm beim Jahorina Filmfestival und den Preis der Jugendjury 2017 beim Green Screen Naturfilmfestival. Für sein jahrelanges journalistisches Engagement wurde er 2016 als erster Journalist von der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt ausgezeichnet. Im Jahr 2021 gewann er zum fünften Mal beim renommierten Unterwasserfilmfestival in Belgrad den 1. Preis. Sein Film "Wunderwelt Seegraswiesen" gewinnt unter anderem den deutschen Naturfilmpreis 2024.
| Personendaten | |
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| NAME | Guthknecht, Florian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Tierfilmer, Regisseur und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 19. September 1969 |
| GEBURTSORT | Fürstenfeldbruck |