
Francesco Chiesa (* 5. Juli 1871 in Sagno bei Mendrisio; † 13. Juni 1973 in Lugano) war ein Schweizer Schriftsteller und Dichter der italienischsprachigen Schweiz.
Francesco Chiesa studierte zunächst Rechtswissenschaft und arbeitete als Sekretär des Staatsanwalts des Kantons Tessin, ehe er sich der Kunst und Literatur zuwandte. Er wurde Lehrer für Literatur und Kunstgeschichte am Liceo in Lugano, später dann Rektor dieser Schule.
Chiesa war ein «nicht allzu indirekter Unterstützer» des Faschismus und beriet rechtskonservative Tessiner Politiker wie Giuseppe Motta und Giuseppe Cattori.
Francesco Chiesa ist einer der bekanntesten Autoren der italienischsprachigen Schweiz. Vor allem als Lyriker bedeutend, verfasste er feinfühlige, zarte, aber auch humorvolle Gedichte und Erzählungen, daneben auch Romane. Er dominierte mit seiner konservativen Schreibweise und durch sein langes Leben die Tessiner Literatur im 20. Jahrhundert.
Bekannt wurde er zunächst durch seine klassizistischen Sonette Calliope, später war er vor allem erfolgreich durch die Erzählbände Racconti puerili und Tempo di marzo, in denen er selbsterlebte Erinnerungen an seine Kindheit im Tessin beschrieb. Chiesa hatte auch in Italien grossen Erfolg.
Als 100-Jähriger publizierte er die Sonetti di San Silvestro (1971).
Francesco Chiesa war Präsident der tessinischen Sektion der Dante-Alighieri-Gesellschaft in Bellinzona.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chiesa, Francesco |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 5. Juli 1871 |
| GEBURTSORT | Sagno |
| STERBEDATUM | 13. Juni 1973 |
| STERBEORT | Lugano |