Franziska Rogger

Bild von Franziska Rogger, aufgenommen vor dem Eingang der Gosteli-Stiftung in Worblaufen
Franziska Rogger (2021)

Franziska Rogger Kappeler (* 18. Oktober 1949 in Luzern) ist eine Schweizer Historikerin, frühere Archivarin der Universität Bern (1989–2010) und Feministin.

Leben

Franziska Rogger wuchs als Tochter des Luzerner Jugendanwalts Josef Rogger und der Kauffrau bzw. Hausfrau Martha Koch in Emmenbrücke auf. Während des Studiums an der Universität Bern und an der Freien Universität Berlin in neuerer allgemeiner Geschichte, Germanistik und Journalistik arbeitete sie als Journalistin für Luzerner Tages- und Regionalzeitungen. Sie beendete ihr Studium 1977 zunächst mit dem Lizenziat. 1985 legte sie ihre Dissertation unter dem Titel «Wir helfen uns selbst!» Die kollektive Selbsthilfe der Arbeiterverbrüderung 1848/49 und die individuelle Selbsthilfe Stephan Borns vor (Diss. phil. Bern, Erlangen 1986.)

Rogger verfasste zahlreiche Pressetexte und Beiträge in Sammelbänden. Sie gilt als Expertin für die Geschichte des Frauenstudiums in der Schweiz, die im Zentrum ihrer selbstständigen Publikationen steht. Sie wirkte an einem Dokumentarfilm über Gertrud Woker, Berns zweite Professorin, und bei einem Podcast über die erste Schweizer Tierärztin Elsa Mühlethaler mit.

Als Ausstellungskuratorin realisierte und betreute sie zwischen 1995 und 2023 schweizweit verschiedene Ausstellungen.

Sie ist mit Beat Kappeler verheiratet und Mutter zweier erwachsener Söhne.

Publikationen (Auswahl)

Ausstellungen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ https://www.srf.ch/kultur/film-serien/dokfilm-die-pazifistin-wie-gertrud-woker-gegen-alle-widerstaende-zur-heldin-wurde, abgerufen am 22. Sept. 2024
  2. ↑ https://www.bernerzeitung.ch/dieses-erlebnis-hat-sie-fast-zugrunde-gerichtet-445793196142, abgerufen am 22. Sept. 2024
  3. ↑ https://www.srf.ch/audio/zeitblende/eine-schweizer-tieraerztin-zwischen-krieg-und-grace-kellys-pudel?id=12602765, abgerufen am 22. Sept. 2024
  4. ↑ Katharina Kellerhals: Rezension. Aus: Berner Zeitschrift für Geschichte, Jg. 74 Nr. 1, 2012, S. 73–75.
  5. ↑ Trude Maurer: Rezension. Aus: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 60 (2012), 1, S. 126–127.
  6. ↑ Marco Jaggi: Neuer Blick auf die Geschichte des Schweizer Frauenstimmrechts. Gespräch mit Franziska Rogger, Radio SRF 4 News, 27. März 2015, abgerufen am 24. November 2015.
  7. ↑ Urs Hafner: Kritik an akademischer Forschung – Zwist um Frauengeschichten. In: Neue Zürcher Zeitung, 24. März 2015, abgerufen am 24. November 2015.
  8. ↑ https://www.landesmuseum.ch/hommage2021, abgerufen am 29. Sept. 2024
  9. ↑ https://www.landesmuseum.ch/de/veranstaltung/aus-dem-schatten-geholt-unbekannte-pionierinnen-sichtbar-machen-25409, abgerufen am 29. Sept. 2024
  10. ↑ 6. Deutscher Biographiepreis 2013. Biographiezentrum.de, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2015; abgerufen am 31. Dezember 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
Personendaten
NAME Rogger, Franziska
ALTERNATIVNAMEN Rogger Kappeler, Franziska (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Historikerin, Archivarin der Universität Bern und Feministin
GEBURTSDATUM 18. Oktober 1949
GEBURTSORT Luzern