| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 29′ N, 7° 33′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Emsland | |
| Samtgemeinde: | Freren | |
| Höhe: | 39 m ü. NHN | |
| Fläche: | 48,97 km² | |
| Einwohner: | 4892 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 100 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49832 | |
| Vorwahl: | 05902 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 54 012 | |
| LOCODE: | DE FR3 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 49832 Freren | |
| Website: | www.freren.de | |
| Bürgermeister: | Klaus Prekel (CDU) | |
| Lage der Stadt Freren im Landkreis Emsland | ||
Freren ist eine Kleinstadt im westlichen Teil Niedersachsens. Das Grundzentrum liegt im ehemaligen Landkreis Lingen, der heute den südlichen Teil des Großlandkreises Emsland umfasst.
In der Stadt, die sich auf 48,99 km² Fläche erstreckt, leben gut 5.000 Einwohner. Freren ist seit 1974 Sitz der gleichnamigen Samtgemeinde. Die Stadtrechte erhielt Freren 1723 durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I., die älteste urkundliche Erwähnung der Siedlung datiert aus dem 9. Jahrhundert.
Freren liegt im Landkreis Emsland nahe der südlich verlaufenden Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen, südöstlich der Lingener Höhe und direkt an der B 214.
In näherer Umgebung liegen die Städte Lingen (15 km; West-Nordwesten), Ibbenbüren (26 km; Süd-Südosten), Rheine (23 km; Süd-Südwesten) und Fürstenau (11 km; Ost-Nordosten). Die nächstgelegene Großstadt ist Osnabrück im Ost-Südosten.
Am 1. April 1929 wurden die Gemeinde Geringhusen, zu der auch die Bauerschaften Lünsfeld, Overwater und Uphusen gehörten, sowie die Gemeinde Ostwie in die damalige Gemeinde Freren eingegliedert. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurden außerdem am 1. März 1974 die Gemeinden Lohe-Venslage, Suttrup und Setlage in die Stadt Freren eingegliedert.
Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Lengerich in der gleichnamigen Samtgemeinde, im Osten die Gemeinde Andervenne, die Stadt Fürstenau in der Samtgemeinde Fürstenau im Landkreis Osnabrück und die Gemeinde Hopsten im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen, im Süden die Gemeinde Schapen in der Samtgemeinde Spelle und im Westen die Gemeinden Beesten, Messingen und Thuine.
Freren war Bahnstation an der Eisenbahnstrecke Quakenbrück—Rheine.


Die ältesten Funde aus dem Frerener Gebiet stammen aus der Mittelsteinzeit (ca. 8300–4500 v. Chr.). Kennzeichnend für diese Periode sind Geschossspitzen, die aus mehreren kleinen Feuersteinabschlägen, so genannten Mikrolithen, angefertigt sind. Mesolithische (mittelsteinzeitliche) Bestattungen sind eher selten. Die z. B. in Freren und Thuine anzutreffenden Megalithgräber stammen aus der Jungsteinzeit (ca. 3500–2800 v. Chr.) und wurden von den Menschen der Trichterbecherkultur errichtet. Der Schatzfund von Lohe wurde in der Nähe gemacht.
Die Herkunft des Namens Freren (alt: Friduren 890, Friderun um 980, Vrideren 1100, später Vrederen 1150, Fredderen 1195) ist nicht gesichert. Das Bestimmungswort leitet sich möglicherweise vom indogermanischen pri, germanisch fri, ab und bedeutet dann lieben (einen Kultplatz). Nach einer anderen Erklärung könnte frede, vride von altsächsisch frethu, frithu für einen umhegten Raum stehen (bei den Sachsen Bezeichnung für einen Gerichtsplatz im Freien). Die Endungen -ina, -ini, -ine, -inun, -enan, -enun, -um, -un, -ene, -en kommen in zahlreichen Ortsnamen anstelle eines abschließenden Grundwortes vor. Darin steckt ein allgemeines Grundwort mit der Bedeutung „Siedlung“.
Freren ist aus einer uralten Siedlung entstanden, die wahrscheinlich schon weit vor der Christianisierung vorhanden war. Nachdem ab 780 n. Chr. von Karl dem Großen (* wahrscheinlich 2. April 747 oder 748; † 28. Januar 814 in Aachen) neun Missionssprengel zur Christianisierung der unterworfenen Sachsen errichtet worden waren, wurden von der Missionszelle Visbek aus durch Abt Gerbert Castus die ersten Kirchengemeinden in der Umgebung gegründet. Zu diesen zählte im Venkigau die Gaukirche Freren. Diese Kirche wurde zusammen mit dem Kloster (cellula) Visbek durch Ludwig den Deutschen 855 der Benediktinerabtei Corvey an der Weser geschenkt. Im Heberegister des Klosters Corvey von 976 bis 979 ist eine Schenkungsurkunde aus Friderun an das Kloster enthalten. Mit dieser Urkunde verschenkte ein gewisser Gelthard zwei Stücke Ackerland an Corvey. Jährlich waren 1,5 Mark, ein Wagen, 10 Krüge Honig, 5 Maß Käse und 1 Topf Butter an Corvey zu zahlen. Die Hörigen mussten außerdem 35 Widder und 16 Stück Tuch abliefern. Friderun erhielt wohl die erste Kirche im Venkigau, eine Mutter- oder Taufkirche mit dem Vorrecht eines Sendgerichts. Schon vor der Errichtung der Burg und Gründung der Stadt Lingen war Freren Zentrum des Venkigaus, sowie Sitz eines Gogerichtes beim Hofschulten. Dieses wurde 1662 nach Lingen verlegt.
Freren gehörte im Mittelalter zur Grafschaft Tecklenburg. Nach der Niederlage der Tecklenburger Grafen im Schmalkaldischen Krieg wurde Freren 1548 ein Teil der Grafschaft Lingen.
Im Dezember 1605 forderte die Pest viele Opfer. Außerdem wurde die Ortschaft im Dreißigjährigen Krieg mehrfach von spanischen und holländischen Söldnern sowie von Schweden, Hessen und Lüneburgern verwüstet. 1633 wurde der gesamte Ort gebrandschatzt. Unter König Friedrich I. wurde Freren 1702 ein Teil von Preußen. Im Jahr 1724 erhielt Freren aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die Region vom preußischen Staat die Stadtrechte verliehen. Nach französischer Besatzungszeit unter Napoleon gelangte Freren 1815 an das Königreich Hannover. Nach der Rückstufung zur Landgemeinde 1852 stieg Freren erst 1950 erneut zur Stadt auf.
Am 12. Juni 2012 wurden 27 Stolpersteine an 6 Adressen durch Gunter Demnig verlegt.

| Einwohnerzahl | 1740 | 1789 | 1805 | 1844 | 1861 | 1880 | 1885 | 1900 | 1925 | 1933 | 1939 | 1950 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Freren | 317 | 314 | 393 | 449 | 570 | 612 | 630 | 679 | 868 | 1828 | 1883 | 2711 | 2418 | 2576 |
| Lohe-Venslage | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | 331 | k. A. | 331 | k. A. | 363 | 387 | 483 | 343 | 313 |
| Suttrup | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | 395 | k. A. | 419 | 463 | 482 | 477 | 596 | 479 | 477 |
| Setlage | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | 248 | k. A. | 179 | 293 | 326 | 279 | 385 | 308 | 313 |
| Andervenne N u. O | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | k. A. | 671 | k. A. | 789 | 760 | 877 | 832 | 1079 | 831 | 916 |
Der Rat der Stadt Freren besteht 2021 aus 17 Mitgliedern. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 5.001 und 6.000 Einwohnern. Da die Einwohnerzahl 2026 unter 5000 sank, verringerte sich die Zahl der Ratsmitglieder auf 15. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Die allgemeine Wahlperiode beginnt am 1. November nach der letzten Wahl und endet nach fünf Jahren zum 31. Oktober.
| Partei/Liste | 2026 | 2021 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Christlich-Demokratische Union (CDU) | | 9 | 14 | 11 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | | 2 | 3 | 2 |
| Alternative für Deutschland (AfD) | 3* | − | 1 |
| Grüne | 1 | − | – |
| Einzelbewerber | – | − | 1 |
| *Da die AfD nur eine Person nominiert hatte, bleiben zwei Sitze unbesetzt | |||

Ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Freren ist seit 2016 Klaus Prekel.

Das Wappen der Stadt zeigt drei Blätter einer Seerose auf gelbem Grund. Oberhalb des Wappens befindet sich eine fünfzackige, goldene Krone mit rotem Juwelenbesatz am Hauptrand. Die fünfzackige Krone erinnert an die Herren von Vredderen. Die Feldfarbe Gold soll die Lage des Ortes auf einem Sandhügel am Rande der früheren Sümpfe des Aagebietes andeuten, die Blätter der Wasserrose sollen auf die drei Aaen, nämlich die Deeper Aa, die Settruper und die Schaler Aa, hinweisen, die sich in der Nähe des Gutes Hange zur Großen Aa vereinigen. Entsprechend dem Wappen trägt die Fahne der Stadt Freren die Farben Grün, Gold und Weiß.

Das Gebiet um den Saller See im Norden der Gemeinde ist 2008 zu einem „Skike-Park“ ausgebaut worden. Der Skike Park ist der älteste seiner Art in Deutschland. Auf der zur Stadt Freren gehörenden Südwestseite des Saller Sees befinden sich auch die Ferienhaussiedlung Saller und eine Kneipp-Anlage.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
Weitere geschichtlich bedeutsame Bauwerke sind in der Liste der Baudenkmale in Freren zu finden.
in der Reihenfolge des Erscheinens