Fribertshofen Stadt Berching | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 5′ N, 11° 25′ O |
| Höhe: | 524 m ü. NHN |
| Einwohner: | 162 (30. Juni 2025) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 92334 |
| Vorwahl: | 08462 |
Panorama | |
Das Kirchdorf Fribertshofen ist ein Gemeindeteil der Stadt Berching im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz und eine Gemarkung.
Fribertshofen befindet sich 2,5 km südöstlich des Hauptortes. Die Staatsstraße ST2336 streift das Ortsgebiet im Nordosten des Ortes.
Die Gemarkung Fribertshofen hat eine Fläche von 6,2214 km². Sie ist in 563 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11.050,47 m² haben.
| Rudertshofen | Berching | |
| Plankstetten | ||
| Litterzhofen | Biberbach | Haar |
Bei der Gemarkung Haar handelt es sich um eine unbebaute, vollständig bewaldete Fläche westlich von Plankstetten.
Quelle
In Urkunde vom 12. November 1129 des Eichstätter Bischofs Gebhard II. wird in der Zeugenliste mit Hainrich de Fribretheshouen erstmals ein Vertreter des Ortsadelsgeschlechts aufgeführt. In der Urkunde vom 1. November 1138 Bischof Gebhards II., mit der dem Kloster Plankstetten verschiedene Rechte eingeräumt wurden, ist dieser Heinricus de Fridebretheshouen ebenfalls in der Zeugenliste notiert.
In einer Urkunde des Eichstätter Bischofs Otto aus dem Oktober–Dezember 1189 treten Bertholdus et filius eius Heinricus de Fridebrehteshouen (Berthold und sein Sohn Heinrich von Fribertshofen) als Zeugen auf.
Bischof Hartwig von Eichstätt bestätigte in der Urkunde vom 26. Juni 1206 u. a., dass die Kirche zu Friwartzhouen eine Filiale der Pfarrei Berching war. In einer Urkunde des Amts Hirschberg des Jahres 1253 ist mit Hermanus de Fribrêchtshouen letztmals ein Vertreter des Ortsadelsgeschlechts der „Fribertshofer“ nachgewiesen.
In einer Urkunde vom 19. Oktober 1305 haben die Herzöge Rudolf I. von der Pfalz und Ludwig V. von Bayern dem Eichstätter Bischof Johann I. u. a. die Güter in Fridbrehtshouen zugesprochen. In einer Eichstätter Urkunde des Jahres 1312 wird der Ort mit ze Fridbrehtzhoven bezeichnet. In einer Kurbayerischen Urkunde des Jahres 1398 ist u. a. auch das Dorf Fridbertzhofen aufgeführt.
Im Jahre 1802 bestanden die 30 Anwesen Fribertshofens, die sämtlich dem Propstamt Berching zugehörig waren, aus
und der Kirche.
Im Jahre 1809 wurde zusammen mit Litterzhofen der Steuerdistrikt Fribertshofen gebildet. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Ruralgemeinde Fribertshofen zu der auch Staudenhof gehörte.
| Einwohnerentwicklung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Berichtsjahr | Kirchdorf Fribertshofen | Berichtsjahr | Gemeinde Fribertshofen | |
| 1830 | 160 Einwohner (31 Anwesen) | 1830 | 170 Einwohner (32 Anwesen) | |
| 1871 | 181 Einwohner | 1871 | 190 Einwohner | |
| 1925 | 199 Einwohner | 1925 | 210 Einwohner | |
| 1950 | 249 Einwohner | 1950 | 261 Einwohner | |
| 1970 | 185 Einwohner | |||
| 1987 | 150 Einwohner | |||
| 2026 | 158 Einwohner | 2026 | 163 Einwohner | |
Quelle: 1830 / 1871–1987 / 2026
Am 1. Juli 1972 wurde Fribertshofen mit Staudenhof nach Berching eingemeindet.
Gemäß den Forschungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften setzt sich der Ortsname aus dem mittelhochdeutschen Grundwort hof (ländliches Anwesen, Wirtschaftshof, im Dat. Pl. hovun) und dem bairisch-althochdeutschen Personennamen Friduprëht (im Gen. Friduprëhtes) zusammen, so dass sich die Namensbedeutung bei den Höfen des Friduprëht ergibt.
St. Anna ist eine Saalkirche mit Chorturm aus dem Jahre 1711. Sie ist Filialkirche der Pfarrei Plankstetten im Dekanat Neumarkt in der Oberpfalz. Das angrenzende Leichenhaus stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Daneben weist die Liste der Baudenkmäler Berchings für Fribertshofen noch eine
aus.
Ein Bodendenkmal an der Kirche enthält Spuren aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit.