Friedrich Wilhelm Dost (geb. 23. Februar 1816 im Erzgebirge; gest. 24. Februar 1853 in Berlin) war ein deutscher Fotograf (Daguerreotypist). Er gehörte zu den ersten niedergelassenen Daguerreotypisten Berlins.
Friedrich Wilhelm Dost war ein gelernter Strumpfwirker aus dem Erzgebirge. Auf seiner Wanderschaft kam er nach Berlin, wo er Daguerreotypien von Carl Theodor Dörffel (1810–1878) im Schaufenster sah. Dost ließ sich von diesem Berliner Daguerreotypisten und Kamerabauer als Gehilfe anstellen.
Dost arbeitete auch für den Berliner Daguerreotypisten Louis Friedrich Sachse (1798–1877) und assistierte ihm bei seinen Aufnahmen des damals noch nicht volljährigen Friedrich III. (1831–1888).

Dost war bei dem Daguerreotypisten Wilhelm Eduard Kannegießer (1810–1845) tätig und führte nach dessen Tode im Alter von 35 Jahren dessen Fotoatelier in der Wilhelmstraße 133 für kurze Zeit weiter. Anschliessend machte er sich mit Unterstützung des Goldschmieds Johann George Hossauer (1794–1874) in der Großen Frankfurter Straße 80 (heute: Karl-Marx-Allee) als Daguerreotypist selbständig.
Dost fotografierte mit einer Kamera von Carl Theodor Dörffel. Zur Verkürzgung von langen Belichtungszeiten entwickelte er einen Fallverschluss aus Eisenblech.
Dost wurde 37 Jahre alt.
Friedrich Wilhelm Dost war der Großvater des Fotografen, Fotosammlers und Fotohistorikers Wilhelm Dost (1886–1964). Er war Autor des 1922 erschienenen Buches Die Daguerreotypie in Berlin 1839–1860. Ein Beitrag zur Geschichte der photographischen Kunst.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dost, Friedrich Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Daguerreotypist |
| GEBURTSDATUM | 23. Februar 1816 |
| STERBEDATUM | 24. Februar 1853 |
| STERBEORT | Berlin |