Fritz ist ein männlicher Vorname und Familienname. Es ist die Kurzform von Friedrich (siehe dort für Herkunft und Bedeutung).
Im deutschen Sprachraum war der Name sehr häufig, wird aber in jüngerer Zeit seltener verwendet. Er galt als der „typische deutsche Name schlechthin“, umgangssprachlich ist das Wort eine Bezeichnung für Deutschsprachige im Allgemeinen geworden. Im Zweiten Weltkrieg hat es im Englischen und Russischen eine negative Konnotation bekommen (Ethnophaulismus), vergleichbar mit der Bezeichnung Iwan für Russen, und ist eine abwertende Bezeichnung für Deutsche, wie im US-Englischen das Wort Kraut.
Der Name kommt in Deutschland seit 1880 jedes Jahr in den Vornamenscharts vor. Besonders beliebt war er in den 1880er (Rang 11), 1890er (Rang 13) und 1900er Jahren (Rang 12), danach ging seine Beliebtheit stetig zurück. Seit rund fünfzehn Jahren wird der Name hingegen wieder beliebter. In den letzten 10 Jahren wurde er circa 8.500 Mal vergeben. In der Schweiz war der Name Fritz besonders von 1930 bis 1950 beliebt, in diesem Zeitraum belegte er durchgehend einen Platz in den Top-30. Seit Mitte der 1960er Jahre befindet er sich nicht mehr in den Top-100. Von 1930 bis 2023 wurde er rund 8.700 Mal gewählt. In Österreich wird der Name seit 1984 fast jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt, er gilt als einigermaßen beliebter Vorname.
In Frankreich zählte der Name von 1900 bis 1920 zu den Top-400. Der Name kommt in den Niederlanden seit 1930 regelmäßig in den Hitlisten vor, er ist jedoch nicht sonderlich beliebt. Der Name Fritz war in den nordischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden insbesondere in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts beliebt. Er gilt heute als mäßig beliebter Vorname. Der Name befand sich in den USA von 1880 bis Ende der 1970er Jahre in den Top-1000. Seine Vergabe ist auch in England, Schottland, Nordirland und Kanada nachgewiesen.