Fritz Leweke (eigentlich Friedrich; * 28. Januar 1901 in Halle/Saale; † 29. Januar 2001) war ein deutscher Kirchenmaler, Restaurator und Gestalter von Orgelprospekten.
Lewekes Vater war selbständiger Malermeister in Halle. Bei ihm erlernte Leweke diesen Beruf. Danach besuchte er in München die Staatliche Kunstgewerbeschule und studierte ab 1922 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, u. a. bei Julius Diez und Max Doerner. 1928 erwarb er ein kleines Haus in Halle-Kröllwitz und richtete dort eine Restaurierungswerkstatt ein. In den 1930er Jahren führte er mit Karl Völker, mit dem er seit der Jugend befreundet war, im Auftrag der Denkmalpflege, insbesondere des Provinzialkonservators Hermann Giesau, Restaurierungsarbeiten an Gebäuden und Bildern aus.
Leweke unternahm Studienreisen u. a. nach Spanien und Marokko. Er nahm als Soldat der Wehrmacht am Zweiten Weltkrieg teil und war u. a. in der Sowjetunion im Einsatz. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft ging er wieder nach Halle.
In der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR war Leweke der wohl bedeutendste Restaurator seiner Generation. Hochspezialisiert war er auf dem Gebiet der Restaurierung großformatiger Deckengemälde auf Gewebebildträgern und der Farbfassungen von Innenausstattungen in Schlössern und Kirchen. Er beeinflusste wesentlich die Wiederherstellung vieler zerstörter oder vernachlässigter Bauwerke zwischen Harz und Elbe und war als Gutachter und bei der restauratorischen Arbeit maßgeblich daran beteiligt. 1966 gehörte er zu den Gründern der Fachgruppe Restauratoren im Verband Bildender Künstler der DDR. Als besondere restauratorische Leistung gilt die von ihm geleitete Instandsetzung der großformatigen Deckengemälde im Marmorsaal und im Spiegelsaal des Neuen Palais in Potsdam-Sanssouci. Für die Nationalgalerie Berlin restaurierte er 1978/1979 ein Bild Adolph Menzels.
Seit den 50er Jahren entwarf Leweke zudem in einem unverkennbaren, modernen, stark gegliederten und einfach gestalteten Stil für rund 50 Orgeln den Prospekt, seit 1958 für Orgelbau A. Schuster & Sohn sowie für Alexander Schuke Potsdam Orgelbau. Diese Arbeiten bezeichnete Leweke selbst als „Freizeitbeschäftigung“.
Er schuf als Maler und Zeichner auch einige freie profane Arbeiten. „Er spielte vorzüglich Laute. In seinem Atelierhaus in Halle musizierte er häufig auf seinem alten Instrument bei anregenden Gesprächsrunden.“
Leweke war seit 1929 mit der Malerin und Grafikerin Gisela Leweke-Weyde verheiratet. Ihre Töchter waren Beatrix (* 1930) und die spätere Textilkünstlerin Christine Leweke.
Leweke war „Zeitzeuge eines Jahrhunderts Restaurierungsgeschichte“.
„Er repräsentierte den Typus des Künstlerrestaurators, war umfassend gebildet und für jüngere Restauratoren und Praktikanten fast eine Vaterfigur.“

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leweke, Fritz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kirchenmaler, Restaurator und Gestalter von Orgelprospekten |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1901 |
| GEBURTSORT | Halle/Saale |
| STERBEDATUM | 29. Januar 2001 |