
Gerald Horne (* 3. Januar 1949 in St. Louis) ist ein US-amerikanischer marxistischer Neuzeithistoriker, der seit 2003 den John J. and Rebecca Moores Chair of History and African American Studies an der University of Houston innehat.
Gerald Horne wuchs in St. Louis (Missouri) auf. Nach dem Studium an der Princeton University erwarb er 1982 den Ph.D. an der Columbia University und einen J.D. an der University of California, Berkeley. Er lehrte in New York sowie 1988–96 in Santa Barbara und war Fulbright Professor in Simbabwe und Hongkong.
Horne wurde 2021 mit dem American Book Award ausgezeichnet.
Horne publizierte zu W. E. B. Du Bois und zu vernachlässigten Episoden der Geschichte, teilweise im marxistischen Verlag International Publishers. Besonders befasste er sich mit Kämpfen gegen den Imperialismus, Kolonialismus, Faschismus und die weiße Vorherrschaft. Das betrifft den Hollywood-Autor John Howard Lawson und den afroamerikanischen Isolationisten Lawrence Dennis, eine Person des amerikanischen Faschismus. Andere Themen waren die Beziehungen zwischen US-amerikanischen Kreisen nach dem Sezessionskrieg und der Sklaverei in Brasilien. Ebenso interessierte er sich für das Verhältnis von unterdrückten Gruppen in den USA und den Japanern im Zweiten Weltkrieg, die vorgaben, gegen die weiße Vorherrschaft zu kämpfen.
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 beschuldigte er die USA und die NATO, den Konflikt langfristig ausgelöst zu haben, indem sie die russische Machtposition nicht anerkannten. Die Aufrüstung auch von Deutschland geschehe im Interesse von US-Rüstungsfirmen wie Raytheon, bei der General Lloyd Austin früher tätig gewesen sei, und missachte die historischen Lehren von 1945.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Horne, Gerald |
| ALTERNATIVNAMEN | Horne, Gerald Charles |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1949 |
| GEBURTSORT | St. Louis |