
Gerd Albers (* 20. September 1919 in Hamburg; † 31. Januar 2015) war ein deutscher Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer. Er lehrte als ordentlicher Professor für Städtebau und Regionalplanung an der Technischen Hochschule München und war zeitweilig auch Rektor dieser Hochschule.
Gerd Albers, Sohn von Bertha und Ernst Albers, besuchte das Johanneum in Hamburg. Angeregt durch Gustaf Gründgens war sein erster Berufswunsch der eines Bühnenbildners. Während des Zweiten Weltkriegs diente er zuletzt als Kapitänleutnant zur See. Nach dem Krieg studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Hannover sowie Stadtplanung am Illinois Institute of Technology in Chicago bei Ludwig Mies van der Rohe und Ludwig Hilberseimer. In Chicago erwarb er 1950 den Master of Science and City Planning und so seinen Einstieg in den Städtebau. In Hannover wurde er 1951 Diplom-Ingenieur. Von 1952 bis 1954 arbeitete er im Stadtplanungsamt in Ulm, von 1954 bis 1959 war er als Amtsleiter in Trier tätig; 1957 wurde er in Aachen zum Dr.-Ing. promoviert
Von 1959 bis 1962 war Albers als Oberbaudirektor Chef der Bauverwaltung in Darmstadt. 1961 erhielt er den Ruf auf den von Theodor Fischer gegründeten Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung an der Technischen Hochschule München, wo er auch Institutsdirektor wurde. Von 1965 bis 1968 war er außerdem Rektor der Hochschule. 1987 wurde er emeritiert. Er war ab 1952 verheiratet mit Ingrid Albers, geborener Keup, und lebte zuletzt in Germering-Unterpfaffenhofen in Oberbayern.
1964 gründete er zusammen mit Ulrich Conrads, Kurt Eggeling, Klaus-Jakob Thiele und Klaus Winter die Stadtbauwelt als Vierteljahresschrift für Architekten, Stadtplaner und Städtebauer.
Albers war Mitglied (ab 1980 Vizepräsident) und Präsident der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (von 1974 bis 1983 deren Präsident) sowie der Internationalen Gesellschaft der Stadt- und Regionalplaner (von 1975 bis 1978 deren Präsident).
Albers formulierte einmal, dass „die meisten Städte bereits vorhanden sind, nur sind sie nicht statisch und unverändert vorhanden, sondern verändern sich. Die Planung versucht bei den bestehenden Städten die Veränderungen verträglich zu gestalten, Reibungen möglichst zu vermeiden und Interessenkollisionen zwischen dem Naturschutz, dem Verkehr und der Wohnqualität abzufangen.“
Er galt, wie der Bund Deutscher Architekten in Bayern 2015 schrieb, als „der Doyen des Städtebaus“.
Gerd Albers fand in der Familiengrabstätte auf dem Friedhof Ohlsdorf seine letzte Ruhe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albers, Gerd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt, Stadtplaner und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 20. September 1919 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 31. Januar 2015 |