Wilhelm von Beetz

Grab von Wilhelm von Beetz auf dem Alten Nördlichen Friedhof in München

Friedrich Wilhelm Hubert Beetz, ab 1876 von Beetz (* 27. März 1822 in Berlin; † 22. Januar 1886 in München), war ein deutscher Physiker.

Werdegang

Er war der jüngste Sohn des Geographie-Lehrers am Berliner Kadettenkorps Friedrich Beetz. Ab 1840 studierte er Physik und Chemie an der physiologischen Universität in Berlin. Danach war er zunächst Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ab 1843 war er Lehrer für Physik im Kadettenhaus und Assistent von Heinrich Gustav Magnus. 1849 habilitierte er sich und war ab 1850 Professor für Physik am Kadettenkorps und an der Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin. 1855 ging er als Professor nach Bern und 1858 nach Erlangen.

1845 war Beetz maßgeblich an der Gründung der Physikalischen Gesellschaft beteiligt. 1868 wurde Beetz schließlich Professor an der Technischen Hochschule München. Seit 1872 war er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 1873 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt. 1874 bis 1877 war er Direktor des Polytechnikums. Er war seit 1870 Mitglied der Zwanglosen Gesellschaft München. 1874 setzte er mit Felix Klein die Berufung von Alexander von Brill zum Mathematikprofessor gegen den Widerstand des alten, einflussreichen Direktors Carl Maximilian Bauernfeind durch. Sein Hauptarbeitsgebiet war die Elektrizitätslehre, wobei er sich vor allem für die Leitungsvorgänge interessierte und zahlreiche physikalische Apparate verbesserte. Er untersuchte die Leitfähigkeit von Flüssigkeiten und bestätigte, dass sie mit der Temperatur zunimmt.

Der Adelstitel, 1876 empfangen, war ein Persönlicher Adel. Er war auch Mitglied im 1841 von Emil du Bois-Reymond gegründeten „jüngeren Naturforscher-Verein“.

Bekannte Schüler

Werke

Literatur

Commons: Wilhelm von Beetz – Sammlung von Bildern
Wikisource: Wilhelm von Beetz – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Mitgliedseintrag von Wilhelm von Beetz (mit Link zu einem Nachruf) bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 6. Januar 2017.
  2. ↑ Zwanglose Gesellschaft: Hundertfünfzig Jahre Zwanglose Gesellschaft München 1837-1987, Universitätsdruckerei und Verlag Dr. C. Wolf und Sohn KG, München 1987, 159 Seiten
  3. ↑ Walther von Dyck (1856-1934): Mathematik, Technik und Wissenschaftsorganisation an der TH München in der Google-Buchsuche
  4. ↑ Peter Ruff: Emil du Bois-Reymond, Springer-Verlag 2013, ISBN 3322920658, S. 49.
Personendaten
NAME Beetz, Wilhelm von
ALTERNATIVNAMEN Beetz, Friedrich Wilhelm Hubert; Beetz, Wilhelm; Beetz, Friedrich Wilhelm Hubert von
KURZBESCHREIBUNG deutscher Physiker
GEBURTSDATUM 27. März 1822
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 22. Januar 1886
STERBEORT München