Gerd Eidam (* 1941 in Ehringshausen, Lahn-Dill-Kreis) ist ein deutscher Dichterjurist.
Eidam stammt aus einer hessischen Juristen- und Künstlerfamilie und wuchs in Gelnhausen auf. Er ist Sohn des Malers Wilhelm Eidam. Eidam studierte Rechtswissenschaften und wurde 1984 mit der Arbeit Spartentrennung in der Rechtsschutzversicherung an der Universität Hamburg zum Dr. jur. promoviert. Bereits 1975 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen. Diese Zulassung hat er aus Altersgründen 2019 zurückgegeben. Eidam war zudem über 25 Jahre als Vorstandsmitglied verschiedener Versicherungsgesellschaften tätig. Als Jurist und Autor verfasste er Fachbücher und Veröffentlichungen zum Unternehmensstrafrecht, Versicherungs- und Nachbarschaftsrecht. Heute schreibt er neben weiteren Romanen regelmäßig Beiträge über berühmte Persönlichkeiten und historische Ereignisse seiner Heimatstadt Gelnhausen.
2006 wurde Gerd Eidam für seine beiden Werke Faustens Kind (1998, 2005) und Straßenköter (2004) mit dem Novalis-Preis für Literatur des Vereins «Pro Kultur» e. V. geehrt. In der Begründung der Jury heißt es u. a.: „Es gelingt ihm in beeindruckender Weise, Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen ... Dabei kommt Eidam auf die Grundfragen dessen zu sprechen, das wir das Menschliche nennen, ohne dass ihm das Allzumenschliche fremd bleiben würde; im Nebeneinander von Tradition und Moderne gelingt es ihm in seinen Büchern, im Novalis’schen Sinne ‚hinter die Dinge’ zu sehen.“ Die Laudatio wurde von dem Schriftsteller André Schinkel gehalten.
Gerd Eidam lebt in Burgwedel bei Hannover.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eidam, Gerd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Dichterjurist |
| GEBURTSDATUM | 1941 |
| GEBURTSORT | Ehringshausen, Lahn-Dill-Kreis |