Gerold Miller

Gerold Miller fotografiert von Oliver Mark, Berlin 2011

Gerold Miller (* 1961 in Altshausen) ist ein deutscher Objekt- und Installationskünstler.

Leben

Miller studierte von 1984 bis 1989 Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Jürgen Brodwolf. Von 1989 bis 1992 erhielt er ein Atelierstipendium des Landes Baden-Württemberg. 1990 folgten Stipendien der Kunststiftung Baden-Württemberg und des DAAD für Chicago. 1991 verbrachte er einen Arbeitsaufenthalt in Chicago und New York City. 1994 erhielt er ein Stipendium Cité Internationale des Arts Paris. Einen weiteren Arbeitsaufenthalt verbrachte er 1998 im Miedzynarodwe Sztuki in Poznań (Polen). 1999 war er Artist in residence, Artspace Sydney. 2001 erhielt er den Internationalen Bodensee-Kulturpreis und 2023 wurde er mit dem Preis der Helmut-Kraft-Stiftung ausgezeichnet.

Er ist seit 2002 mit der Kunsthistorikerin Friederike Nymphius verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Miller lebt und arbeitet in Berlin und Pistoia.

Werk

Einzelausstellung „get ready“ in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Berlin 2002.

Miller arbeitet im Grenzbereich von Skulptur, Malerei und Architektur. Sein eigentliches Thema ist das Bild selbst. Mit der frühen Werkgruppe der „Anlagen“ knüpft er an die Systematik der Konkreten Kunst und des Minimalismus an. Seine Anlagen sind industriell gefertigte, rahmen- oder rasterartige Wandstücke. Diesen formalen Aspekt ergänzt Miller in der Reihe der „ready-mixes“ um Ideen der Konzeptkunst und der „Ready Mades“. Einen Überblick über die großformatigen „hard:edged“-Arbeiten lieferte die Ausstellung „get ready“ im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart in Berlin 2002. Sie verschmelzen die klar abgegrenzte Flächigkeit des klassischen Hard Edge mit der Farbigkeit der amerikanischen Pop Art.

In seinen Papierarbeiten kehrt Gerold Miller zur planen Anlage und den Formaten des traditionellen Bildes zurück. Die Reihe der „expansions“ sind Überlagerungen von geschnittenen oder gerissenen Buntpapieren vor einem verspiegelten Grund.

Zahlenmäßig dominant ist die Gruppe der „total objects“, die als hybride Konstellationen zwischen Kunst und Design stehen. In den jüngsten Arbeiten erweitert Miller seinen künstlerischen Ansatz entscheidend. Der Träger Aluminium ist nun einerseits verkupfert, dann aber wieder den komplexen Prozessen von Oxidation und vielfacher Lackierungen unterworfen.

Ausstellungen (Auswahl)

Öffentliche Sammlungen (Auswahl)

Literatur

Belege

  1. ↑ Gerold Miller bei der Galerie Kenworthy-Ball, Lange + Pult, Zürich (englisch) (Memento vom 17. Januar 2016 im Internet Archive) (PDF-Datei; 107 kB)
  2. ↑ Simone Reber, Christiane Meixner: Ausstellungen von Künstler Gerold Miller: Minimalissimus. Artikel vom 14. Juni 2014 aus dem Tagesspiegel, abgerufen am 17. Juli 2014.
Personendaten
NAME Miller, Gerold
KURZBESCHREIBUNG deutscher Installationskünstler
GEBURTSDATUM 1961
GEBURTSORT Altshausen