Gesau

Gesau
Große Kreisstadt Glauchau
Koordinaten: 50° 50′ N, 12° 31′ OKoordinaten: 50° 49′ 54″ N, 12° 30′ 52″ O
Fläche: 1,77 km²
Einwohner: 1489 (9. Mai 2011)
Bevölkerungsdichte: 843 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1925
Postleitzahl: 08371
Vorwahl: 03763
Gesau (Sachsen)
Gesau (Sachsen)
Lage von Gesau in Sachsen

Gesau, eine ehemalige Landgemeinde, ist heute ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Glauchau im sächsischen Landkreis Zwickau. Gesau wurde am 1. April 1925 nach Glauchau eingemeindet und ist heute Ortsteil der Glauchauer Ortschaft Gesau/Höckendorf/Schönbörnchen, welche zusammen 2397 (Stand: Dezember 2025) Einwohner hat. Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geografie

Glauchauer Wasserturm in Gesau

Geografische Lage und Verkehr

Gesau liegt im Nordwesten der Stadt Glauchau zwischen der Bundesautobahn 4 im Norden und der Bundesstraße 175 im Süden. In direkter Nähe befindet sich die Autobahn-Anschlussstelle „Glauchau-West“. Durch den Stadtteil verläuft die Bahnstrecke Dresden–Werdau ohne Halt. Im Südosten grenzt Gesau an den Umflutkanal der Zwickauer Mulde.

Nachbarorte

Höckendorf Lipprandis
Schönbörnchen Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Jerisau
Glauchau

Geschichte

Kirche Gesau

Gesau wurde im Jahr 1361 als „Jesaw“ erwähnt. In die Gesauer Kirche sind neben dem Ort selbst die Nachbarorte Höckendorf und Schönbörnchen eingepfarrt. Bezüglich der Grundherrschaft gehörte der Ort bis 1750 als Amtsdorf zur Herrschaft Glauchau. Seitdem unterstand ein Teil als Amtsdorf der Herrschaft Glauchau, Amt Hinterglauchau, der andere Anteil dem Rittergut Elzenberg in der Herrschaft Glauchau, Amt Forderglauchau. Nachdem auf dem Gebiet der Rezessherrschaften Schönburg im Jahr 1878 eine Verwaltungsreform durchgeführt wurde, kam Gesau im Jahr 1880 zur neu gegründeten sächsischen Amtshauptmannschaft Glauchau.

Gesau wurde am 1. April 1925 nach Glauchau eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Gesau als Teil der Stadt Glauchau im Jahr 1952 zum Kreis Glauchau im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der im Jahr 1990 als sächsischer Landkreis Glauchau fortgeführt wurde und 1994 im Landkreis Chemnitzer Land bzw. 2008 im Landkreis Zwickau aufging. Gesau gehört heute zum Ortsteil Gesau / Höckendorf/Schönbörnchen der Großen Kreisstadt Glauchau.

Sehenswürdigkeiten

Turnhalle Gesau

Bildung

In Gesau befand sich die Wilhelm-Stolle-Schule. Im Jahr 2018 zog in das ca. 15 Jahre leer stehende Gebäude vorübergehend die Grundschule Sachsenalle ein, bis deren Gebäude saniert sind.

Literatur

Commons: Gesau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemarkungen Gesau der Stadt Glauchau. In: GEOindex. Abgerufen im Mai 2026.
  2. ↑ Kleinräumiges Gemeindeblatt, Stadt Glauchau. In: Zensus 2011. Statistisches Landesamt Sachsen, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im Juni 2026.
  3. ↑ Zahlen und Fakten. In: Webauftritt der Stadt Glauchau
  4. ↑ Hauptsatzung. (PDF; 130 kB) § 20. In: Webauftritt. Stadt Glauchau, abgerufen im Juni 2026.
  5. ↑ Handbuch der Geographie, S. 489
  6. ↑ Gesau im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 897
  7. ↑ Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 92 f.
  8. ↑ Die Amtshauptmannschaft Glauchau im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juli 2024; abgerufen am 28. Juli 2025.
  9. ↑ Gesau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 17. September 2025.
  10. ↑ Artikel der Freien Presse, Ausgabe vom 7. April 2018, abgerufen am 6. Oktober 2019