Gladys Kalichini (* 1989 in Sambia) ist eine sambische Künstlerin und Forscherin, deren Arbeit sich mit Frauen in afrikanischen Befreiungsbewegungen auseinandersetzt.
Kalichini promovierte (Ph.D.) im Jahr 2023 an der Rhodes-Universität in Kunstgeschichte und visueller Kultur. Sie forschte 2024/2025 am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt über Frauen in Befreiungsbewegungen im Zuge der Unabhängigkeit von Sambia und Simbabwe.
Die Arbeiten Kalichinis (Videos, Skulpturen und Installationen) befassen sich mit der Verdrängung von Frauen aus der politischen Geschichte ihres Landes. Dabei untersuchte sie die Beteiligung von Frauen an afrikanischen Befreiungsbewegungen und diesbezügliche Zeugnisse in der zeitgenössischen Kunst, in archivalischen Fotosammlungen und an öffentlichen Unabhängigkeitsdenkmälern auf daraus ableitbarer Sichtbarkeit oder nicht erkennbarer Beteiligung.
Ihre Arbeit „…these practices are done in sharing her stories“ (2020) geht auf die Waschrituale und Erzählungen über Frauen ein. Sie entwickelte für den Wettbewerb zur Umgestaltung des Kolonialdenkmals in Braunschweig den Entwurf To serve thee until the end (2023), der fünf schwebende Blumenkränze aus Bronze vorsah, die zum Gedenken anregen sollten.
Kalichini erhielt den Henrike Grohs Art Award (2022) von der Goethe-Institut. Sie war bei Seekers, Seers, Soothsayers (2022) im Zeitz MOCAA vertreten. Bei Jaou Tunis (2024) zeigte sie Werke im Dialog mit Omar Bey.
Weitere Präsentationen waren:
| Personendaten | |
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| NAME | Kalichini, Gladys |
| KURZBESCHREIBUNG | sambische Künstlerin und Forscherin |
| GEBURTSDATUM | 1989 |
| GEBURTSORT | Sambia |