Goßam

Goßam (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Gossam
Goßam (Österreich)
Goßam (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Melk (ME), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Melk
Pol. Gemeinde Emmersdorf an der Donau
Koordinaten 48° 15′ 23″ N, 15° 20′ 56″ OKoordinaten: 48° 15′ 23″ N, 15° 20′ 56″ Of1
Höhe 246 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 241 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 5,58 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04170
Katastralgemeindenummer 14183
Bild
Südansicht von Goßam
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
241

Goßam ist eine Ortschaft auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Gossam der Gemeinde Emmersdorf an der Donau im Bezirk Melk in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 241 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1970 war Goßam eine eigenständige Gemeinde.

Geografie

Das Dorf liegt unterhalb von Emmersdorf über dem linken Ufer der Donau, wo die Landesstraße L7145 aus der Donau Straße abzweigt.

Geschichte

Als die Bauernaufstände im Oktober 1596 auch Niederösterreich erfassten, organisierte ein Fassbinder aus Goßam, Georg Markgraber, die Protestbewegung und zog mit einem Heer von Bauern durch das Land. Dieses wurde am 5. und 6. April 1597 bei einem Zusammenstoß mit den kaiserlichen Söldnertruppen vor St. Pölten besiegt, Markgraber wurde gefangen genommen, nach Wien gebracht und zum Tode verurteilt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Goßam ein Fruchthändler, zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Holzhändler, ein Schmied, vier Schneiderinnen und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gab es ein Elektrizitätswerk, das von der Lichtgenossenschaft Gossam betrieben wurde, und eine Mühle.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich in der Käfermühle ein Zwangsarbeiterlager für ungarische Juden, die hier zu Straßenbauarbeiten eingesetzt wurden.

Mit 1. Jänner 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Rantenberg und Goßam nach Emmersdorf an der Donau eingemeindet.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Goßam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 40. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 23. Mai 2026. (LGBL. NÖ. Nr. 116/1971)
  3. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 256