Goeree-Overflakkee

Gemeinde Goeree-Overflakkee
Flagge der Gemeinde Goeree-Overflakkee
Flagge
Wappen der Gemeinde Goeree-Overflakkee
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Zuid-Holland
Bürgermeister Ada Grootenboer-Dubbelman (CDA)
Sitz der Gemeinde Middelharnis
Fläche
 – Land
 – Wasser
422,35 km²
262,14 km²
160,21 km²
CBS-Code 1924
Einwohner 52.775 (1. Jan. 2026)
Bevölkerungsdichte 125 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 45′ N, 4° 7′ OKoordinaten: 51° 45′ N, 4° 7′ O
Bedeutender Verkehrsweg N57 N59 N215 N498
Vorwahl 0187
Postleitzahlen 3241, 3243–3245, 3247–3249, 3251–3253, 3255–3258
Website goeree-overflakkee.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Goeree-Overflakkee ist eine Insel in den Niederlanden. Die gleichnamige Gemeinde darauf gehört der Provinz Südholland an und besteht seit dem 1. Januar 2013. Die Insel wie auch die Landfläche der Gemeinde umfassen 262,2 km².

Die Landschaft dieser Insel ähnelt jener der südlich von ihr gelegenen Provinz Zeeland; ihre Bewohner sprechen seeländische Dialekte.

Geschichte

Im Gebiet der heutigen Insel Goeree-Overflakkee befanden sich im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit mehrere größere und kleinere Inseln. Die Durchfahrt zwischen der einstigen Insel Goeree und Hellevoetsluis war jahrhundertelang eines der vier wichtigsten Seegatte der Niederlande, das heißt der Zufahrten vom Meer zu den Haupthäfen und in die binnenländischen Gewässer (die drei andern waren die Maas-Mündung, das Marsdiep zwischen Texel und Den Helder sowie die Vlie).

Die Insel entstand als Gesamtheit durch die Anlage des Statendam im Jahr 1751, der die bis dahin eigenständigen Inseln Westvoorne und Overflakkee verband. Im Norden wird die Insel heute vom Haringvliet begrenzt, im Süden vom Grevelingen und im Westen von der Nordsee. Im Rahmen des Deltaplans ist die Insel seit den 1960er-Jahren durch Dämme mit Schouwen-Duiveland und dem Festland verbunden.

Die Insel war in vier Gemeinden eingeteilt, dies waren

Am 1. Januar 2013 wurden diese Gemeinden zu der großen Gemeinde Goeree-Overflakkee zusammengefasst.

Das Streekmuseum Goeree-Overflakkee besteht seit 1947.

Politik

Sitzverteilung im Gemeinderat

Kommunalwahl am 18. März 2026
Wahlbeteiligung: 66,65 %
 %
30
20
10
0
28,48
19,80
19,20
6,72
6,56
6,40
6,38
3,79
2,68
keine
TOG a
GAAN
Sonst. j
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−15
−20
−25
+28,48
−0,25
+1,13
−0,77
−5,59
−2,18
−1,60
+0,57
+2,68
−22,46
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a 
Trots Op Goeree-Overflakkee
d 
2022 ohne GroenLinks
j 
Vitale Kernen Goeree-Overflakkee 0 % (–20,53 %), Partij van de Jongeren 0 % (–1,93 %)

Seit der Gemeindegründung setzt sich der Rat von Goeree-Overflakkee folgendermaßen zusammen:

ParteiSitze
2012201820222026
Trots Op Goeree-Overflakkee–––10
SGP9776
CDA3466
GroenLinks0––2
PvdA432
GAAN a–142
VVD4322
ChristenUnie4322
D660–11
50PLUS–––0
Vitale Kernen Goeree-Overflakkee367–
Partij van de Jongeren––0–
Eiland van Vrijheid12––
Goeree-Overflakkee Samen10––
Jezus Leeft–0––
Leefbaar Goeree-Overflakkee0–––
Gesamt29293131
Anmerkungen
a 
Bis 2025 führte die Lokalpartei GAAN den Namen Groep Jan Zwerus.

Bürgermeister

Seit dem 3. September 2013 ist Ada Grootenboer-Dubbelman (CDA) amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen wurde sie vom 16. Dezember 2014 bis zum 1. Oktober 2015 von Jan Pieter Lokker (CDA) kommissarisch vertreten. Zu ihrem Kollegium zählen die Beigeordneten Berend Jan Bruggeman (Vitale Kernen Goeree-Overflakkee), Peter Feller (VVD), Daan Markwat (SGP), Arend-Jan van der Vlugt (CDA) sowie der Gemeindesekretär Wim van Esch.

Politische Gliederung

Dorfkirche am Kerkring in Nieuwe-Tonge

Die Gemeinde wird in folgende Ortsteile aufgeteilt:

Nr.OrtEinwohner
00Goedereede2.310
01Ouddorp6.390
02Stellendam3.680
03Middelharnis8.395
04Ooltgensplaat2.775
05Den Bommel1.755
06Oude-Tonge5.330
07Dirksland6.025
08Melissant2.220
09Herkingen1.260
10Sommelsdijk7.490
11Nieuwe-Tonge2.440
12Stad aan ’t Haringvliet1.635
13Achthuizen1.100
Gemeinde52.805
  1. ↑ Bezirksnummer
  2. ↑ (Stand: 1. Januar 2026)

Wirtschaft

2022 nahm Vattenfall mit dem Energiepark Haringvliet ein auf der Insel gelegenes Hybridkraftwerk in Betrieb. Bei diesem Kraftwerk wurden sechs Windkraftanlagen mit zusammen 22 Megawatt Leistung, ein Solarpark mit einer Nennleistung von 38 MW und ein Batterie-Speicherkraftwerk kombiniert. Durch die tendenziell gegenläufige Produktion von Windenergie und Solarenergie sowie den Speicher wird die Einspeisung verstetigt, zudem wird nur ein einziger Netzanschluss benötigt. Das Hybridkraftwerk soll zugleich als Vorbild für weitere ähnliche Anlagen dienen.

Siehe auch

Literatur

Commons: Goeree-Overflakkee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  2. ↑ Hans Vandermissen: Maritiem. Nederlanders en de zee. Uniboek, Bussum 1983, ISBN 90-228-1874-8, S. 49.
  3. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 2012 2018 2022 2026, abgerufen am 15. Mai 2026 (niederländisch).
  4. ↑ Ada Grootenboer is burgemeester van Goeree Overflakkee. In: BN DeStem. De Persgroep Nederland, 3. September 2013, abgerufen am 30. Mai 2018 (niederländisch).
  5. ↑ Jan Pieter Lokker burgemeester Goeree-Overflakkee. Provinz Südholland, 25. November 2014, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Mai 2018 (niederländisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  6. ↑ Burgemeester terug van weggeweest. In: Nieuws.nl. 4. September 2015, abgerufen am 30. Mai 2018 (niederländisch).
  7. ↑ Samenstelling en taakverdeling college Gemeente Goeree-Overflakkee, abgerufen am 30. Mai 2018 (niederländisch)
  8. ↑ Kerncijfers wijken en buurten 2026. In: StatLine. CBS, 18. September 2026, abgerufen am 24. September 2026.
  9. ↑ Vattenfall nimmt Kombikraftwerk in Holland in Betrieb. In: Erneuerbare Energien. Das Magazin, 23. März 2022. Abgerufen am 24. März 2022.