Graulingen

Graulingen
Gemeinde Suderburg
Koordinaten: 52° 54′ N, 10° 25′ OKoordinaten: 52° 54′ 16″ N, 10° 25′ 10″ O
Fläche: 7,59 km²
Eingemeindung: 1. Juli 1957
Postleitzahl: 29556
Vorwahl: 05826
Graulingen (Niedersachsen)
Graulingen (Niedersachsen)
Lage von Graulingen in Niedersachsen

Graulingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Suderburg im Landkreis Uelzen in Niedersachsen. Bis 1957 bildete Graulingen eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das Dorf Graulingen liegt in der Lüneburger Heide direkt nordwestlich des Kernorts von Suderburg. Die ehemalige Gemeinde umfasste auch Gebietsteile westlich der Bahnstrecke Hamburg–Hannover, auf die sich die Bebauung von Suderburg im 20. Jahrhundert ausdehnte.

Geschichte

Graulingen wurde um 1200 erstmals als „Grunwinghe“ erwähnt und bestand 1777 aus acht Höfen. Der Ort gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Bodenteich des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Uelzen im Departement der Aller. 1814 fiel Graulingen an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Bodenteich. Die Gemeinde Graulingen kam 1852 zum Amt Oldenstadt. 1867 fiel Graulingen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Uelzen.

Graulingen wurde am 1. Juli 1957 Teil der Gemeinde Suderburg.

Denkmalgeschützter Speicher

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
181284
1845106
1871147
1885157
1895169
1905184
1925213
1939277
1950562
1956518

Baudenkmale

Das Wohnhaus und der Treppenspeicher Graulinger Straße 40 sowie der Speicher Graulinger Straße 43 stehen unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  2. ↑ Die Zeitung aus der Samtgemeinde Suderburg, 28. Juli 2005, S. 5
  3. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  4. 1 2 Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  5. ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
  6. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1957
  7. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
  8. ↑ Volkszählung 1871
  9. ↑ Volkszählung 1885
  10. ↑ Volkszählung 1895
  11. ↑ Volkszählung 1905
  12. 1 2 Michael Rademacher: Uelzen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.