Hans-Rimbert Hemmer (* 22. April 1941 in Essen; † 21. Mai 2026) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Professor für Volkswirtschaftslehre und Entwicklungsländerforschung in Gießen. Sein Schwerpunkt waren die Entwicklungs- und Transformationsländer.
Hans-Rimbert Hemmer, geboren als Sohn von Margot Hemmer, geborener Dunkels, und des Angestellten Johann Hemmer, besuchte das Humanistische Gymnasium in Karlsruhe, und erhielt 1960 sein Abitur. Er studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten in Heidelberg, Köln und Mainz. In Mainz erhielt er 1964 sein Diplom und 1967 wurde er dort zum Dr. rer. pol. promoviert. Von 1965 bis 1968 arbeitete er als Assistent in Mainz. Von 1968 bis 1969 war er bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in der volkswirtschaftlichen Abteilung als Sachbearbeiter tätig. 1971 folgte in Mainz seine Habilitation für Volkswirtschaftslehre. Im selben Jahr wurde er Professor für Volkswirtschaftslehre und Entwicklungsländerforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dort war er Direktor des Zentrums für regionale Entwicklungsforschung, zuletzt Vorsitzender des Prüfungsausschusses für den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Mitglied des Zentrums für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU). Er wurde zudem Mitglied im Verein für Sozialpolitik und Mitglied der Atlantic Economic Society. Parallel zu seiner Arbeit an der Universität Gießen war Hemmer im wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 1988 bis 1993 war er Kurator der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE). Als Gastprofessor war er 1992 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und 1997 an der University of Wisconsin–Milwaukee. Im Jahr 2000 kehrte er zur Kreditanstalt für Wiederaufbau zurück und wurde Leiter der Evaluierung der Finanziellen Zusammenarbeit. 2006 wurde er emeritiert.
Für seine Tätigkeit bereiste Hemmer mehrfach Entwicklungsländer. Als 60. Entwicklungsland bereiste er 2007 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Äthiopien.
Hans-Rimbert Hemmer war katholisch und heiratete 1965 Ingrid Meyenschein. Aus der Ehe gingen eine Tochter und ein Sohn hervor. Er verstarb im Alter von 85 Jahren.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hemmer, Hans-Rimbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ökonom, emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre |
| GEBURTSDATUM | 22. April 1941 |
| GEBURTSORT | Essen |
| STERBEDATUM | 21. Mai 2026 |