Hans Floretta (* 8. Februar 1923 in Saalfelden am Steinernen Meer; † 20. März 2009) war ein österreichischer Arbeits- und Sozialrechtler, Hochschullehrer und Direktor der Arbeiterkammer Salzburg.
Floretta studierte an der Universität Innsbruck Rechts- und Staatswissenschaften und habilitierte sich 1953 mit der Schrift Der Kündigungs- und Entlassungsschutz im österreichischen und deutschen Arbeitsrecht bei Franz Gschnitzer an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Ab 1948 war er bei der Arbeiterkammer Salzburg beschäftigt, von 1956 bis 1977 als deren Direktor. 1964 wurde er zum Außerordentlichen Universitätsprofessor für Rechts- und Staatswissenschaften ernannt und übernahm den Lehrstuhl für Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Innsbruck. 1965 wurde er als ordentlicher Professor an die Universität Salzburg berufen. Dort gründete er 1966 das Institut für Arbeitsrecht und Sozialrecht und war bis zu seiner Emeritierung 1982 dessen Vorstand.
Gemeinsam mit Rudolf Strasser prägte Floretta die Entwicklung und Kodifizierung des österreichischen Arbeitsrechts nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein wissenschaftliches Hauptwerk, das gemeinsam mit Strasser und Karl Spielbüchler verfasste zweibändige Lehrbuch Arbeitsrecht (Individualarbeitsrecht/Kollektives Arbeitsrecht), zählte zu den Standardwerken der österreichischen Arbeitsrechtsliteratur. Er war Gründungspräsident der Österreichischen Gesellschaft für Arbeitsrecht und Sozialrecht und Mitinitiator der Zeller Tagung sowie Schriftenleiter der Fachzeitschrift DRdA – Das Recht der Arbeit.
Floretta hat auch die Verbindung des Arbeitsrechts zum Verfassungsrecht und zum internationalen Recht untersucht, und als langjährigem Arbeiterkammerdirektor war ihm auch die Arbeitsrechtspraxis ein Anliegen.
| Personendaten | |
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| NAME | Floretta, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Jurist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 8. Februar 1923 |
| GEBURTSORT | Saalfelden am Steinernen Meer |
| STERBEDATUM | 20. März 2009 |