Hans von Kemnitz

Hans Jakob Joachim von Chemnitz (* 16. Februar 1853 in Bernburg; † 4. November 1922 in Mieckow. (Groß Roge) bei Teterow) war ein deutscher Verwaltungsbeamter.

Leben

Hans von Kemnitz wurde geboren als Sohn des Herzoglichen anhalt-bernburgischen Kammerherrn Gustav von Kemnitz (1807–1886) in Gernrode und der Maria geb. Bennecke, verstorben 1901 in Gernrode. Die Familie von Kemnitz gehört dem jüngeren Briefadel an. Sie geht auf den David Gottfried von Kemnitz (1716–1805) zurück, kgl. preuß. Hofrat, Vikar St. Martini am Dom Halberstadt, preuß. Adelserneuerung und Bestätigung zu Berlin Juni 1804 für den Sohn des Vorgenannten, Wilhelm Christian David von Kemnitz (1750–1817), Gutsbesitzer auf Schermen und Möser, Kreis Jerichow, kgl. preuß. Kriegs- und Domänenrat.

1873 wurde Hans von Kemnitz gemeinsam u. a. mit Friedrich Karl Devens, Paul (Paul Friedrich) Herzog zu Mecklenburg-Schwerin, Friedrich Wilhelm Landgraf von Hessen, sowie mehreren namhaften Rittergutsbesitzern aus Brandenburg und Pommern, wie etwa Werner von Freier, und den Diplomaten Karl von Doernberg und Johannes von Mutzenbecher Mitglied des Corps Borussia Bonn. Nach dem Studium trat er in den Staatsdienst ein. Von 1893 bis 1907 war er Landrat des Kreises Achim. Zuletzt lebte er lange in Gernrode im Harz und dann kurz in Mieckow bei Teterow in Mecklenburg. Er hatte mehrere Geschwister und war wie sein jüngerer Bruder, Major a. D. und Ehrenritter des Johanniterordens, Franz Friedrich Gustav von Kemnitz unverheiratet.

Arthur von Kemnitz war ein entfernter Neffe. Der Halbneffe, der Dozent Dr. phil. Gustav Adolf von Kemnitz (1881–1917), war der erste Ehemann der späteren Frau Mathilde Ludendorff.

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1925. Jahrgang 19, Justus Perthes, Gotha Herbst 1924, S. 448 f.
  2. ↑ Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1904. Carl Gerber München-Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1904, S. 33 f., 19 (Corps), (Lfd. Nr. dort) 476.
  3. ↑ Vgl. Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Carl Gerber München-Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 19, 476.
Personendaten
NAME Kemnitz, Hans von
ALTERNATIVNAMEN Kemnitz, Hans Jakob Joachim
KURZBESCHREIBUNG deutscher Verwaltungsbeamter
GEBURTSDATUM 16. Februar 1853
GEBURTSORT Bernburg
STERBEDATUM 4. November 1922
STERBEORT Mieckow bei Teterow