Hansjochen Hancke

Hansjochen Hancke (* 22. Februar 1935 in Breslau) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Bibliothekar. Von 1988 bis 1997 war er Leitender Bibliotheksdirektor der Universitätsbibliothek Siegen.

Leben und Wirken

Hansjochen Hancke studierte nach seiner 1955 erfolgten Reifeprüfung in Hamburg Rechtswissenschaft und Geschichte. Sein erstes juristisches Staatsexamen legte er 1960 ab. 1966/67 war er in Münster wissenschaftlicher Mitarbeiter der Johannes-Althusius-Gesellschaft und bis 1968 wissenschaftlicher Assistent an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster, wo er 1969 bei Hans Ulrich Scupin mit einer rechtsgeschichtlichen Arbeit promovierte. Als Bibliotheksreferendar an der Universitätsbibliothek Münster trat er 1968 in die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst ein und absolvierte 1970 die Fachprüfung hierfür am Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1970 bis 1974 war Hancke als wissenschaftlicher Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Münster tätig, 1974 wechselte er an die Universitätsbibliothek Trier. Nachdem er dort 1977 zum Bibliotheksdirektor ernannt worden war, wechselte er erneut und arbeitete bis 1988 beim Ausbau der Universitätsbibliothek Bielefeld, wo er stellvertretender Direktor wurde. Im Jahre 1988 übernahm er als Nachfolger von Walter Barton die Leitung der Universitätsbibliothek Siegen bis zum Eintritt in den Ruhestand 1998.

In seinem Ruhestand beschäftigt sich Hancke in seinen Veröffentlichungen vor allem mit der Geschichte der Stadt Torgau und der dortigen Reformation. Er ist Mitarbeiter der Kulturstiftung Leipzig (Stiftung für Denkmalpflege und Stadtkultur).

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, Bd. 53 (1989), S. 472 u. Bd. 57 (1997/1998), S. 485.
  2. ↑ Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Münster 1969.