Haschaberg liegt 1,7 Kilometer westlich der Bahnstrecke Cham–Waldmünchen und der parallel zur Bahnlinie verlaufenden Staatsstraße2146, 6 Kilometer südwestlich von Waldmünchen und 8,8 Kilometer südwestlich der tschechischen Grenze. Nördlich von Haschaberg fließt der Stanabach und südlich der Stelzenbach (auch: Sinzenbach) in Richtung Westen.
Geschichte
Haschaberg (auch: Rizmanusberc, Rutzmansperg, Harschenberg, Haschapergk, Haschenberg) wurde in einem Schutzbrief von PapstInnozenz IV. aus dem Jahr 1249 erstmals schriftlich erwähnt. Das Kloster Walderbach hatte dort Besitz. Haschaberg wurde im Verzeichnis der Erträge des Klosters Schönthal von 1429 aufgeführt. In einem Salbuch aus dem Jahr 1490 war Haschaberg mit 10 Lehen zum Kloster Walderbach gehörig verzeichnet. In der Übersicht der zum Kloster Walderbach grundbaren Dörfer von 1596 erschien Haschaberg mit einem Hof, drei Gütern und einer Mühle.
1563 hatte Haschaberg 5 Mannschaften. 1588 gab es in Haschaberg 2 Höfe, 2 Güter, 1 Mühle. 1596 waren in Haschaberg 1 Hof, 3 Güter, 1 Mühle grundbar zum Kloster Walderbach. 1630 wurden für Haschaberg 2 Höfe, 2 Güter, 1 Mühle mit Häusl und 4 Inwohner aufgeführt. 1703 gab es in Haschaberg 2 Höfe, 3 Güter. 1808 hatte die Ortschaft 5 Anwesen, eine Mühle und ein Hüthaus.
1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Haschaberg zum Steuerdistrikt Geigant. Der Steuerdistrikt Geigant bestand aus den Dörfern Geigant, Haschaberg und Sinzendorf, dem Weiler Roßhof und der Einöde Almosmühl.
1820 wurden im Landgericht Waldmünchen Ruralgemeinden gebildet. Dabei kam Haschaberg zur Ruralgemeinde Sinzendorf. Zur Ruralgemeinde Sinzendorf gehörten neben Sinzendorf mit 24 Familien das Dorf Haschaberg mit 9 Familien und die Einöde Almosmühl mit 2 Familien.
1829 und 1836 bemühte sich die Gemeinde Sinzendorf um eine Eingemeindung in die Gemeinde Rannersdorf. Diese Anträge wurden jedoch von der Regierung abgelehnt. 1978 verlor die Gemeinde Sinzendorf ihre Selbständigkeit und wurde in die Stadt Waldmünchen eingegliedert.
Haschaberg gehört zur Pfarrei Döfering. 1997 hatte Haschaberg 67 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1820
1820–1913
Jahr
Einwohner
Gebäude
1820
9 Familien
k.A.
1838
52
5
1861
58
16
1871
46
29
1885
49
5
1900
43
4
1913
37
5
1925–2011
Jahr
Einwohner
Gebäude
1925
41
4
1950
45
6
1961
24
4
1970
29
k.A.
1987
78
20
2011
28
k.A.
Literatur
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3
Einzelnachweise
12Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 11. März 2022.
12Haschaberg bei Bayernatlas. Abgerufen am 22. März 2022.
12Haschaberg bei bavarikon.de. Abgerufen am 22. März 2022.
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 23
12
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 122
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 47
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 48
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 53
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 172
12
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 178
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 187
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 60
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 202
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Bistum Regensburg (Hrsg.):Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S.169 (Digitalisat).
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Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 123