Machtesberg liegt 850 Meter südwestlich der Staatsstraße2154, 4 Kilometer südlich von Waldmünchen und 5,5 Kilometer südwestlich der tschechischen Grenze.
Machtesberg liegt auf einer Sattelfläche zwischen dem 706 Meter hohen Sauruck im Osten, der 704 Meter hohen Scheibe im Süden und dem 701 Meter hohen Zwirenzel im Westen. Südwestlich von Machtesberg befindet sich das Quellgebiet des Geiganter Baches.
Geschichte
Machtesberg (auch: Maehtersperg, Mechtersberg, Mächtersperg, Magtesberg) wurde bereits im Herzogsurbar des WittelsbacherHeinrich XIII. aus dem Jahr 1301 erwähnt.
1563 hatte Machtesberg 9 Mannschaften. 1588 gab es in Machtesberg 2 Höfe, 8 Güter, 1 Inwohner. 1630 wurden für Machtesberg 1 Hof, 8 Güter, 1 Gütl und ein Inwohner aufgeführt. 1703 wurden in Machtesberg 2 Höfe und 8 Güter verzeichnet. 1808 hatte die Ortschaft 10 Anwesen und ein Hüthaus.
1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei wurde Machtesberg Steuerdistrikt. Der Steuerdistrikt Machtesberg bestand aus den Dörfern Machtesberg, Englmannsbrunn, Grub, Hochabrunn, Moosdorf und Prosdorf.
1820 wurden im Landgericht Waldmünchen Ruralgemeinden gebildet. Dabei wurde Machtesberg Ruralgemeinde. Zur Ruralgemeinde Machtesberg gehörten neben Machtesberg mit 18 Familien der Weiler Lengau mit 5 Familien und die Einöde Sonnhof mit 2 Familien.
1830 wurde die Gemeinde Machtesberg auf eigenen Wunsch in die Gemeinde Prosdorf eingemeindet. 1972 schloss sich die Gemeinde Prosdorf der Stadt Waldmünchen an.
Machtesberg ist Nebenkirche der Pfarrkuratie Geigant. 1997 hatte Machtesberg 54 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1820
1820–1913
Jahr
Einwohner
Gebäude
1820
18 Familien
k.A.
1838
80
12
1861
92
27
1871
114
51
1885
95
14
1900
95
16
1913
86
13
1925–2011
Jahr
Einwohner
Gebäude
1925
97
14
1950
103
13
1961
66
13
1970
61
k.A.
1987
55
15
2011
47
k.A.
Tourismus
Am östlichen Ortsrand von Machtesberg vorbei führt der 178 Kilometer lange Pandurensteig. Durch Machtesberg verläuft der Mountainbikeweg MTB-Tour 12.
Literatur
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3
Einzelnachweise
12Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 11. März 2022.
12Machtesberg bei Bayernatlas. Abgerufen am 22. März 2022.
12Machtesberg bei bavarikon.de. Abgerufen am 22. März 2022.
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 10
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 27
12
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 129
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 173
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 177
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 185
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 58
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Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 202
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Bistum Regensburg (Hrsg.):Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S.368 (Digitalisat).
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Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 195