Heike Meves

Heike Meves (* 19. März 1956 in Leipzig; † 18. Oktober 2020 in Schöneiche bei Berlin) war eine deutsche Kunstpädagogin und Politikerin (PDS), die von 1990 bis 1995 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin war.

Leben

Meves studierte von 1974 bis 1978 an der Pädagogischen Hochschule Dresden auf Lehramt und schloss als Diplom-Lehrerin für Kunsterziehung und Deutsch ab. Von 1978 bis 1982 arbeitete sie in Greiz als Lehrerin Von 1984 bis 1988 promovierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin zur Dr. paed. Als SED-Mitglied wurde sie nach Kritik an der DDR-Staatsführung 1987 mit einem Berufsverbot als Lehrerin belegt. Ab 1989 leitete Meves das Heimatmuseum von Berlin-Treptow und war ab 1990 Leiterin des Kulturamtes des Bezirks Treptow in Berlin. Ab Dezember 1990 ließ sie diese Position als Mitglied des Abgeordnetenhauses ruhen. Zuvor war sie bereits Mitglied der Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin. Bis Oktober 1995 gehörte sie der PDS-Fraktion an und war deren sportpolitische Sprecherin. In dieser Position gehörte sie zu den Kritikern der Olympia Berlin 2000 GmbH. Sie schied nach der Wahl 1995 aus dem Parlament aus. Es folgte ein Rechtsstreit mit dem Bezirksamt Treptow um Wiedereinstellung als Amtsleiterin, der aufgrund zwischenzeitlicher Nachbesetzung und Mangels adäquater Stelle zu Ungunsten Meves endete. Später wurde sie erst an der Hochschule der Künste Berlin und dann an der Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik «Alice Salomon» tätig und arbeitete zuletzt als Amtsleiterin für Bildung und Kultur im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Zudem engagierte sie sich bei der Interessenvertretung zur Erhaltung der Kunsttherapie.

Meves war Mutter zweier Kinder und lebte zuletzt in Schöneiche bei Berlin, wo sie mit weiteren 2014 ein Wohnprojekt im ehemaligen Rathaus gründete.

Publikationen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Dorothee Winden: Ehemalige PDS-Abgeordnete ausgebremst. In: Die Tageszeitung. 15. März 1997, abgerufen am 16. Februar 2026.
  2. ↑ Untersuchungsausschuß zur Olympia GmbH. In: Die Tageszeitung. 16. Dezember 1994, abgerufen am 16. Februar 2026.
  3. ↑ Dorothee Winden: Trotz Rechtsanspruch kein Job. In: Die Tageszeitung. 20. März 1997, abgerufen am 16. Februar 2026.
  4. ↑ Marina Mai: Trotz gleicher Bezahlung keine Chance auf alten Job. In: Die Tageszeitung. 28. Oktober 1997, abgerufen am 16. Februar 2026.
  5. ↑ Die Lehrbeauftragte. In: Der Tagesspiegel. 21. Oktober 1999.
  6. ↑ Marina Mai: Lieber »Wutbilder« malen als sich zu prügeln. In: Neues Deutschland. 3. Juni 2000, abgerufen am 16. Februar 2026.
  7. ↑ Rolf Lautenschläger: Der rote Pop aus dem Keller. In: Die Tageszeitung. 9. Dezember 2011, abgerufen am 16. Februar 2026.
  8. ↑ Tom Heithoff: Mit Kunst die Krankheit bekämpfen. In: Der Tagesspiegel. 10. Juli 1997.
  9. ↑ Auskunft Vereinsregister 32104 B: Aikido am Müggelsee e.V., abgerufen am 16. Februar 2026.
  10. ↑ Michael Gabel: Schöne neue Mieter-Welt. 33 Schöneicher wollen früheres Rathausgebäude kaufen und setzen auf ein ungewöhnliches Finanzierungsmodell. In: Der Prignitzer. 16. September 2014.
  11. ↑ Victoria Scherff: BBIW#9 // Wohnprojekt Schöneiche. In: brandenburg.imwandel.net. 25. August 2016, abgerufen am 16. Februar 2026.
Personendaten
NAME Meves, Heike
KURZBESCHREIBUNG deutsche Politikerin (PDS), MdA
GEBURTSDATUM 19. März 1956
GEBURTSORT Leipzig
STERBEDATUM 18. Oktober 2020
STERBEORT Schöneiche bei Berlin