| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 34′ N, 9° 20′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Stade | |
| Samtgemeinde: | Oldendorf-Himmelpforten | |
| Höhe: | 15 m ü. NHN | |
| Fläche: | 22,69 km² | |
| Einwohner: | 1452 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 21726 | |
| Vorwahlen: | 04144, 04149 | |
| Kfz-Kennzeichen: | STD | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 59 024 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Mittelweg 2 21709 Himmelpforten | |
| Website: | www.oldendorf-himmelpforten.de | |
| Bürgermeister: | Andreas Haack (WG Heinbockel/Hagenah) | |
| Lage der Gemeinde Heinbockel im Landkreis Stade | ||
Heinbockel ist eine Gemeinde im Landkreis Stade in Niedersachsen. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Himmelpforten hat. Sie besteht aus den Ortsteilen Heinbockel und Hagenah. Sie hat etwa 1493 Einwohner, wovon etwa 804 auf Heinbockel und 689 auf Hagenah entfallen.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1204 unter der Bezeichnung Heyenbokele. Aus dem Stader Stadtbuch geht hervor, dass es in Heinbockel 1349 bereits drei Höfe gegeben haben muss.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren vermutlich drei der damals sieben Heinbockler Höfe durch marodierende Truppen niedergebrannt worden. In der Folge fielen die Höfe an den Obristen Livfeld. Im 17. Jahrhundert wechselte Heinbockel mehrfach den Gutsherren. Zu den bekannten Besitzern gehörten Generalmajor von Arentsen und Generalmajor Mohr, der das Dorf für 3100 Reichstaler erwarb. 1691 wird eine Generalmajorin von Wrangel als Gutsherrin genannt. Später fiel das Dorf an den Kanzleirat Spilker in Stade.
1818 hatte Heinbockel 34 Häuser und 169 Einwohner.
Zwischen 1850 und 1877 wanderten 25 Einwohner aus Heinbockel nach Amerika aus.
An den Kriegen gegen Dänemark und Österreich sowie am Deutsch-Französischen Krieg beteiligten sich Einwohner Heinbockels. Am Deutsch-Dänischen Krieg und am Deutschen Krieg nahm jeweils ein Heinbockler teil, am Deutsch-Französischen Krieg zwei. Alle Teilnehmer kehrten nach Heinbockel zurück.
Vom 1. Januar bis zum 20. März 1920 war eine Kompanie der Eisernen Division in Heinbockel einquartiert.
Das Kriegerehrenmal in Heinbockel wurde 1921 eingeweiht.
Am 1. Juli 1972 wurde die Nachbargemeinde Hagenah eingegliedert.
| Jahr | 1987 | 1992 | 1997 | 2002 | 2007 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 817 | 920 | 1213 | 1576 | 1535 | 1492 |
(jeweils zum 31. Dezember)
Der Rat der Gemeinde Heinbockel besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.
Die letzte Kommunalwahl am 12. September 2021 ergab das folgende Ergebnis:
| Partei/ Wählergruppe |
Stimmenanteil | Sitze |
|---|---|---|
| FWG Gemeinde Heinbockel | 62,86 % | 7 |
| CDU | 37,14 % | 4 |
| Wahljahr | WG | CDU | SPD | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2016 | 7 | 4 | – | 11 Sitze |
| 2011 | 7 | 4 | – | 11 Sitze |
| 2006 | 4 | 5 | 2 | 11 Sitze |
| 2001 | 4 | 6 | 1 | 11 Sitze |
| ________________ WG: Wählergemeinschaft Heinbockel/Hagenah | ||||
Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Andreas Haack (WG Heinbockel/Hagenah) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.
| 2006–2026 | Andreas Haack (WG) |
| 1998–2006 | Heinz Meyer (CDU) |
| 1988–1998 | Heinrich Heins (WG) |
| 1984–1987 | Wilhelm Buhr |
| 1949–1984 | Johann Behrens |
| 1948 | August Tiedemann |
| 1947 | Jürgen Tamke |
| 1946 | Johann Brinkmann |
| 1945 | Johann Borstelmann |
| 1933–1945 | Carsten Behrens |
| 1932–1933 | Johann Hinrichs |
| 1928–1932 | Claus Schradieck |
| 1918–1928 | Hinrich Meyer |
| 1883–1918 | Johann Heins |
| n.V | Hinrich Behrens |
| 1883 | Johann Heins |
| 1875 | Johann Tiedemann |
| 1855 | Heinrich Behrens, sen. |
Das Wappen wurde 1948 vom Gemeinderat beschlossen und am 2. Februar 1949 durch das Niedersächsische Innenministerium verliehen.
Blasonierung: „In Gold auf grünem Schildfuß belegt mit einer goldenen Urne ein schwarzes Hünengrab.“
Das Wappen wurde von dem heraldischen Berater Landschaftsrat von Holleufer entworfen und gestaltet. Die Gemeinde hat das noch gut erhaltenes Steinkammergrab in ihrer Gemarkung in ihr Wappen aufgenommen. Die Urne weist auf weitere frühgeschichtliche Funde und die alte Besiedlung des Gemeindegebietes hin.
Erwähnenswert ist die regional bekannte Diskothek Musikladen Heinbockel, die ein Treffpunkt für Jugendliche und Erwachsene aus der Umgebung ist. Gaststätten gibt es in Heinbockel und Hagenah.
Wichtige Unternehmen, insbesondere in Hagenah, sind die Tiefbaufirma HMH (Helmut Meyer Hagenah) und der Landmaschinenhandel NEWTEC direkt an der B 74.
Die Kreisstraße 57 verbindet den Ort mit der Bundesstraße 73 im Norden und die Bundesstraße 74 im Süden, die beide bei Stade zusammenlaufen und ebenfalls weiteren Anschluss Richtung Hamburg bieten. Nach Oldendorf Richtung Westen führt die Kreisstraße 72.