Heinrich Tiaden

Heinrich Tiaden (* 9. Mai 1873 in Witten/Ruhr; † 30. September 1949 in Ebersteinburg bei Baden-Baden) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Heinrich Tiaden entstammte einer Handwerkerfamilie. Nach dem Besuch einer Volksschule in Elberfeld absolvierte er eine Lehre als Buchdrucker. Er eignete sich auf autodidaktischem Wege Kenntnisse in Musiktheorie und -geschichte an und wirkte als Musiklehrer. Von 1904 bis 1910 arbeitete er als Korrektor im Düsseldorfer Bagel-Verlag; ab 1914 war er freier Schriftsteller und daneben Lektor im Trierer Paulinus-Verlag.

1919 wirkte Tiaden als Dramaturg bei einer Filmgesellschaft in Berlin und von 1920 bis 1922 als Dramaturg und stellvertretender Intendant am Stadttheater Trier. Ab 1922 lebte er als freiberuflicher Schriftsteller in Ebersteinburg.

Rezeption

Heinrich Tiadens literarisches Werk umfasst zahlreiche Romane – darunter eine Reihe von Kriminalromanen und Sittenromane – sowie Erzählungen und Theaterstücke. Seine Werke veröffentlichte Tiaden meistenteils unter seinem Namen, manche aber auch unter einem Pseudonym: neben Heribert Eberstein, Onkel Theobald benutzte er auch das Palindrom seines Namens, H. Nedait, bzw. ein Anagramm – H. Denita.

Werke

Erzählungen

Lyrik

Romane

Sachbücher

Theaterstücke

Einzelnachweise

  1. ↑ Inhalt: Heiliger Tod, erbarme dich unser, Der Franktireur, Unter Toten, Schloß Malemort und Hauptmann Briesebecks Pudel.
  2. ↑ Inhalt: Vom Hauch des Lebens, Wenn das Leben seine Grüfte gräbt, Gerke Wieprechts Musensitz und Jan Brooks und seine Braut.
  3. ↑ illustriert von Otto Ottler.
  4. ↑ Inhalt: Papa Wiedehopfs Gummibein, Klaas Baalsens drei Bräute, Halloh – aufs Land, Der alte Hans. Baselmannes und sein Star, Prinz Purzelbaum, Um einen Gamsbart, Im Kessel des Schwarzkittels und Das Jagdglück der drei Kappenmacher.
  5. 1 2 3 illustriert von Paul Querchfeld.
  6. ↑ Dieser Roman wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges in der Sowjetischen Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt; siehe http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-t.html
  7. ↑ dieser Roman wurde in der Deutschen Demokratischen Republik auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt, siehe http://www.polunbi.de/bibliothek/1953-nslit-t.html
  8. ↑ illustriert von Fritz Quandt.
Personendaten
NAME Tiaden, Heinrich
ALTERNATIVNAMEN Denita, H. (Pseudonym); Eberstein, Heribert (Pseudonym); Nedait, H. (Pseudonym); Onkel Theobald (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 9. Mai 1873
GEBURTSORT Witten
STERBEDATUM 30. September 1949
STERBEORT Ebersteinburg bei Baden-Baden