Heinz Orlovius

Heinz Gottfried Orlovius (* 5. Oktober 1900 in Krotoschin; † 22. August 1971 in Remagen-Oberwinter) war ein deutscher Ministerialbeamter und Luftfahrtautor.

Werdegang

Orlovius besuchte zunächst das Gymnasium in Weißenburg im Elsass und dann das Fichte-Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf, an dem er 1918 das Notabitur ablegte. Er leistete anschließend von Juni bis zum Kriegsende im November 1918 Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg bei 1. Garde-Fußartillerieregiment. Daraufhin studierte er Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Berlin und Frankfurt. 1921 wurde er in Frankfurt zum Doktor der Rechte promoviert.

Von 1922 bis 1925 war Orlovius für das Bankhaus Hagen und Co. in Berlin tätig. Danach war er von 1925 bis 1933 Leiter der Pressestelle des Deutschen Aero Lloyd (bis 1926) und dann der Deutschen Luft Hansa. Von März 1933 bis September 1934 im Reichsluftfahrtministerium angestellt.

Zum 1. Mai 1933 trat Orlovius der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.637.843). Im Oktober 1934 wurde er in den Staatsdienst übernommen und zum Regierungsrat ernannt. Er nahm eine Tätigkeit in der Presseabteilung im Zentralamt des Reichsluftfahrtministeriums auf. Im April 1936 wurde er zum Oberregierungsrat befördert. Von Januar 1940 bis Mai 1941 war er Leiter der Gruppe Luftwaffe in der Abteilung Wehrmacht-Propaganda beim Oberkommando der Wehrmacht. Im Januar 1941 erfolgte seine Beförderung zum Ministerialrat. Ab Juni 1941 war er Leiter der Gruppe „Luftverkehr“ im Allgemeinen Amt des Reichsluftfahrtministeriums unter Amtsleiter Willy Fisch. Wie lange Orlovius diese Position innehatte, ist nicht bekannt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchlief Orlovius ein Spruchkammerverfahren. 1954 wurde er in den Beamtendienst zurückgeholt und war bis zu seiner Pensionierung im Referat Luftverkehr des Bundesverkehrsministeriums tätig.

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31291286
Personendaten
NAME Orlovius, Heinz
ALTERNATIVNAMEN Orlovius, Heinz Gottfried (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Ministerialbeamter und Luftfahrtautor
GEBURTSDATUM 5. Oktober 1900
GEBURTSORT Krotoschin
STERBEDATUM 22. August 1971
STERBEORT Remagen-Oberwinter