Heinz Wohlgemuth (* 26. Oktober 1924 in Harthau bei Chemnitz; † 1995) war ein deutscher Historiker, Hochschullehrer und Autor.
Heinz Wohlgemuth machte nach dem Besuch der Volksschule eine Berufsausbildung zum Schlosser. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges trat er 1945 in die KPD ein und war ab 1946 Mitglied der SED. Nachdem er nach einem entsprechenden Ausbildungskurs zwischen 1946 und 1951 als Neulehrer, Schuldirektor und Kreisschulrat gearbeitet hatte, studierte Wohlgemuth von 1951 bis 1953 Geschichte am Institut für Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED in Ost-Berlin. Anschließend wechselte er an die Parteihochschule „Karl Marx“ beim Zentralkomitee der SED zunächst in Kleinmachnow und später in Ost-Berlin. Dort wurde er 1962 unter Dieter Fricke und Lothar Berthold mit einer Arbeit zur politisch-ideologischen Entwicklung ausgewählter Protagonisten der deutschen Arbeiterbewegung in den ersten beiden Jahren des Ersten Weltkriegs promoviert.
1964 wurde Wohlgemuth Dozent und stellvertretender Leiter des Lehrstuhls Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Parteihochschule „Karl Marx“, seit 1966 war er dort Professor mit Lehrauftrag. 1977 wurde er Leiter des Lehrstuhls Geschichte der SED und hatte diese Position bis zur Abwicklung der Hochschule im Jahr 1990 inne. Danach ging er in den Ruhestand.
Wohlgemuth legte 1973 die erste umfangreiche Biografie zu Karl Liebknecht vor, sie wurde in mehrere Sprachen übersetzt.
| Personendaten | |
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| NAME | Wohlgemuth, Heinz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker, Hochschullehrer und Autor |
| GEBURTSDATUM | 26. Oktober 1924 |
| GEBURTSORT | Harthau bei Chemnitz |
| STERBEDATUM | 1995 |