Die Helfgerd-Siedlung ist eine in den 1970er Jahren entstandene Siedlung in Sürenheide, einem Ortsteil der ostwestfälschen Stadt Verl. Im Jahr 2018 lebten in der Helfgerd-Siedlung 1250 Einwohner.

Die Siedlung liegt nördlich des Verler Sees im Nordwest von Verl und umfasst eine Fläche von rund 9800 m2. Sie wird im Norden durch den östlichen Teil des Zollhauswegs und die Grillenstraße begrenzt. Im Osten grenzt die Helfgerd-Siedlung an die Sürenheider Straße und im Westen an den Brummelweg.
Sie umfasst neben dem östlichen Teil des Zollhauswegs und der Grillenstraße noch die Libellenstraße und den nördlichen Teil des Brummelwegs.
An der Stelle der Siedlung war bis Juni 1970 der Hof Helfgerd, welcher 1554 erstmal schriftlich als Helff Jorgen belegt wurde.
In den 1960er Jahren wurde an Stelle des Hofes ein Baggersee (heute der Verler See) und eine Siedlung geplant. Die Siedlung sollte den Ortsteil Sürenheide mit dem Verler Orstkern verbinden. Nach den Plänen von Architek Hans Bernhard Reichow entand ab 1970 eine Hochhaussiedlung, mit „betont städtisch-verdichteter“ Bauweise, die 1973 fertiggestellt wurde. Es entstanden 250 Wohneinheiten.
In den 1980er Jahren entwickelte sich die Siedlung zu einem sozialen Brennpunkt. Anfang der 2000er Jahre wurde mit dem Abriss der Hochhäuser begonnen.
Als während der COVID-19-Pandemie am 21. Juni 2020 zahlreiche Mitarbeiter des fleischverarbeitenden Unternehmens Premium Food Group (ehemals Tönnies) positiv auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 getestet worden waren, wurde in der Siedlung eine knapp 3 Wochen lange Quarantäne eingerichtet. In den betroffenen Straßenzügen wohnten insgesamt 668 Menschen. Etwa 250 Personen davon waren Tönnies-Beschäftigte und über 100 waren mit Stand 21. Juni nachweislich infiziert.
Koordinaten: 51° 53′ N, 8° 29′ O