Hermann Gail (* 8. September 1939 in Pöggstall, Niederösterreich) ist ein österreichischer Schriftsteller und Verleger.
Hermann Gail verbrachte seine Schul- und Jugendzeit in Pöggstall. Anschließend absolvierte er in St. Pölten eine Schriftsetzerlehre sowie eine Grafikerausbildung. Seit 1972 lebt er in Wien und war neben seiner literarischen Tätigkeit seit 1975 auch als Kleinverleger (David-Presse) tätig. Die Bücher der David-Presse hatten eine kleine Auflage, waren bibliophil ausgestattet und wurden von ihm im Handsatz hergestellt. In seinem Verlag erschienen u. a. Werke von Peter Handke, Peter Henisch, Elfriede Jelinek, Peter Turrini, Andreas Okopenko und Julian Schutting. Im Jahr 1971 veröffentlichte er den autobiographischen Roman „Gitter“. Die Prosa, die er nach seinem Erstlingswerk veröffentlichte, handelt vom Zugriff der Gesellschaft auf das Recht auf Individualität und Anderssein. Thematische Konstanten in seinen Texten sind weiters: Tod, Schuld, Alleinsein, Probleme von Vorbestraften. Immer wieder drohen sie von der eigenen Vergangenheit überwältigt oder von gesellschaftlichen Vorurteilen in Frage gestellt zu werden.
Quelle: Literaturhaus Wien
| Personendaten | |
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| NAME | Gail, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 8. September 1939 |
| GEBURTSORT | Pöggstall |