Hermann Schenck

Hermann Reinhard Schenck (* 11. Juni 1900 in Marburg; † 28. Oktober 1991 in Eschweiler) war ein deutscher Ingenieur und bis zu seiner Emeritierung ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Eisenhüttenkunde an der RWTH Aachen.

Leben

Hermann Schenck, ein Sohn des Chemieprofessors Rudolf Schenck und dessen Ehefrau Helene Schenck, geborene Scheffer, besuchte das Gymnasium zum Heiligen Geist in Breslau und das Städtische Realgymnasium in Münster (Westfalen). In Münster legte er 1918 das Abitur ab. Danach nahm er am Ersten Weltkrieg teil und studierte nach der Entlassung aus englischer Kriegsgefangenschaft Eisenhüttenkunde an der Universität Münster und an den Technischen Hochschulen Breslau und Aachen. In Aachen wurde er Mitglied des Corps Montania. 1923 schloss er in Aachen das Studium mit der bestandenen Diplomprüfung ab. Von 1924 bis 1927 war er als Assistent am Chemischen Institut der Universität in Münster und am Institut für Eisenhüttenwesen der TH Aachen tätig. 1927 wurde er zum Dr.-Ing. promoviert und widmete sich zunächst der Forschung. 1928 wurde Ingenieur bei der Friedrich Krupp AG in Essen und wurde Stahlwerkschef. Von 1937 bis 1942 war er Betriebsdirektor der Hüttenwerke Siegerland AG im Werk Charlottenhütte in Niederschelden an der Sieg (seit 1975 ein Stadtteil von Siegen), Von 1928 bis 1951 war er Direktor und Vorstandsmitglied des Bochumer Vereins für Gußstahlfabrikation AG in Bochum.

Im Jahr 1950 folgte Schenck einem Ruf als ordentlicher Professor für Eisenhüttenkunde und Direktor des Instituts für Eisenhüttenwesen an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Bis zu seiner Emeritierung 1968 blieb er Ordinarius. 1969 wurde er Leiter der Forschungsstelle Stahlindustrien an der TH Aachen. Er war von 1950 bis 1968 auch Vorsitzender des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf. Er gehörte zudem dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mit der Mitgliedsnummer 371106 an.

Hermann Schenck war ab 1958 verheiratet mit Gisela Schenck, geborener Eggemann, in zweiter Ehe mit Marie Schenck, geborener Schultz. Aus dieser Ehe ging der Konzertpianist Georg Friedrich Schenck hervor.

Auszeichnungen und Ehrungen

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Verein Deutscher Ingenieure (Hrsg.): Mitglieder-Verzeichnis 1954. Hoppenstedts Wirtschaftsverlag, Essen 1954, S. 691.