| Herrliberg | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Meilen |
| BFS-Nr.: | 0152 |
| Postleitzahl: | 8703 Erlenbach 8704 Herrliberg |
| UN/LOCODE: | CH HBG |
| Koordinaten: | 688989 / 238012 |
| Höhe: | 464 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 406–848 m ü. M. |
| Fläche: | 8,99 km² |
| Einwohner: | 6802 (1. Januar 2026) |
| Einwohnerdichte: | 757 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 24,8 % (1. Januar 2026) |
| Gemeindepräsident: | Gaudenz Schwitter (FDP) |
| Website: | www.herrliberg.ch |
Reformierte Kirche und Anlegestelle der ZSG | |
| Lage der Gemeinde | |
Herrliberg ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie liegt am unteren rechten Zürichseeufer – der sogenannten Goldküste – im Bezirk Meilen. Zur Gemeinde gehört der hoch über dem See gelegene Weiler Wetzwil.
Die politische Gemeinde hat eine Fläche von 897 Hektaren. Davon werden 56 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 24 Prozent sind mit Wald bedeckt, 16 Prozent sind Siedlungen und 4 Prozent Verkehrsflächen.


Herrliberg wird erstmals 1153 bis 1155 als Hardiperc erwähnt, Mitte des 15. Jahrhunderts hiess die Gemeinde Härliberg.

Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Herrliberg:
SVP 36,29 % (+1,45), FDP 28,54 % (−0,88), glp 11,99 % (−1,21), SP 9,31 % (+1,82), Mitte 6,43 % (+2,08), Grüne 4,19 % (−3,60), EVP 0,74 % (−0,59).
| Blasonierung: «In Gold übereinander drei schwarze Doppeljoche.» | |
| Wappenbegründung: Das Wappen der Gemeinde Herrliberg wurde erstmals im Wappenbuch von Gerold Edlibach erwähnt, das Ende des 15. Jahrhunderts erschien. Die Doppeljoche verweisen auf das früher bedeutsame Bauerntum in Herrliberg. Mitte des 19. Jahrhunderts verdrängte als Folge der wachsenden Bedeutung des Weinbaus ein Wappen mit einer Weintraube das traditionelle Gemeindewappen, das ab 1934 wieder verwendet wurde. |
| Jahr | 1634 | 1760 | 1850 | 1888 | 1900 | 1950 | 2000 | 2005 | 2010 | 2020 | 2024 |
| Einwohnerzahl | 512 | 979 | 1144 | 964 | 985 | 2298 | 5499 | 5585 | 6069 | 6567 | 6780 |
Die prozentuale Anzahl der Einwohner pro Altersgruppe verteilt sich wie folgt:
Der prozentuale Anteil der Bevölkerung mit der jeweiligen Sprache als Muttersprache verteilt sich folgendermassen:
Der Ausländeranteil (Einwohner ohne Bürgerrecht) beträgt 23 Prozent per 31. Dezember 2020. Konfessionszugehörigkeit: 42,2 Prozent evangelisch-reformiert, 26,9 Prozent römisch-katholisch, 30,9 Prozent andere oder keine konfessionelle Zugehörigkeit (Stand: 2010).
Kirchen:
In Herrliberg gibt es drei Kirchen:
Die Entfernung zum Zürcher Hauptbahnhof beträgt 13 Kilometer.
Durch Herrliberg führt die Rechtsufrige Zürichseebahn mit den Linien S6 und S16 der S-Bahn Zürich. Es ergibt sich ein 15-Minuten-Takt von 6 bis 21 Uhr, ansonsten ein 30-Minuten-Takt. Die S6 fährt von Zürich kommend weiter nach Uetikon, während die S16 (meist) in Herrliberg endet. An Wochenenden verkehrt die SN7 vom Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV). Der Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen liegt knapp ausserhalb der Gemeindegrenze in der Gemeinde Meilen.
Es verkehren zudem Motorschiffe der Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft (im Sommer ungefähr im Zweistundentakt, im Winter nur eine Verbindung).
Oberhalb von Herrliberg steht der Pflugstein, der mit rund 1000 Kubikmeter sichtbarem Fels der grösste Findling des Kantons. Er liegt auf einer Höhe von 560 Metern, besteht aus rötlichem Melaphyr und wurde vor ca. 15'000 Jahren während der letzten Eiszeit aus dem Kärpfgebiet aus den Glarner Alpen durch den Linthgletscher hierher getragen.
Die Linde neben dem Felsblock wurde 1832 als Andenken an den Ustertag von Erich Graf von Betzel-Sternau gepflanzt. Am 1. August 1939 wurde der Pflugstein unter Schutz gestellt und entging so einer geplanten Sprengung. 1983 wurde der Findling und die ihn säumenden Bäume unter der Kennung BLN-1419 ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler aufgenommen. Auch die Linde steht unter Schutz. Zwischen dem Restaurant Pflugstein gleich unterhalb des Steines und dem Stein verläuft die Grenze zwischen den Gemeinden Herrliberg und Erlenbach.
Gemäss einer Sage soll der Stein dort entstanden sein, an dem zwei Liebende durch den Fluch des strengen Vaters vom Blitz getroffen wurden und in der Erde versanken. Um Mitternacht sollen die Liebenden in stillen Nächten manchmal eng umschlungen um den Stein schreiten und leise ihre Klagen in die Nacht hinausrufen. Deshalb wird der Stein mitunter auch Fluchstein genannt.
Der FC Herrliberg ist der Fussballverein von Herrliberg, in dem Yann Sommer als Kind spielte.
Der Tennisclub Herrliberg (TC Herrliberg oder TCH) wurde 1971 gegründet und ist mit rund 1'200 Mitgliedern der grösste Tennisclub am Zürichsee. Der Club verfügt über acht Sandplätze und einen US Open Hartplatz. Im Winter werden vier Ballonplätze aufgebaut.
Badeanlage Steinrad
Die Badeanlage Steinrad ist die einzige öffentliche Bademöglichkeit der Gemeinde Herrliberg am Zürichsee. Sie steht ausschliesslich den Einwohnerinnen und Einwohnern von Herrliberg zur Verfügung. Der Zugang erfolgt über eine persönliche Bademarke, die von der Gemeinde ausgegeben wird. Die Anlage bietet terrassierte Liegewiesen, ein 1-Meter-Sprungbrett sowie ein Pontonfloss im See. Ein Kiosk sorgt für die Verpflegung. Es gibt keine Badeaufsicht; das Baden erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Badi ist ganzjährig geöffnet.
Baadhüüsli Herrliberg
Das Baadhüüsli an der Seestrasse 222 wurde der Gemeinde Herrliberg im Jahr 1985 vermacht und 1987 renoviert. Es handelt sich um ein kleines Badehäuschen direkt am See, das ausschliesslich von Herrliberger Einwohnern ab 18 Jahren oder ortsansässigen Betrieben gemietet werden kann. Die Mietdauer erstreckt sich über die Badesaison von Mitte April bis Mitte Oktober. Die angrenzende Meier-Wiese ist öffentlich zugänglich, jedoch ebenfalls nur für Gemeindeeinwohner vorgesehen.
Schützengesellschaft Herrliberg
Die Schützengesellschaft Herrliberg (SGH) ist ein lokaler Verein, der sich dem sportlichen und militärischen Schiessen widmet. Angeboten werden Pistolenschiessen auf 25 und 50 Meter sowie Kleinkalibergewehrschiessen auf 50 Meter. Neben dem sportlichen Aspekt legt die SGH grossen Wert auf Kameradschaft und geselliges Vereinsleben. Der Verein ist unter sgherrliberg.ch erreichbar.
Hafen und Bootsplätze in Herrliberg
Die Gemeinde Herrliberg verfügt über ein eigenes Hafenareal am Zürichsee, bekannt als „Raben-Haab“. Neben der Schiffsanlegestelle der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) bietet die Gemeinde auch Bootsstellplätze für private Nutzung an. Die Vergabe dieser Plätze erfolgt durch die Gemeinde gemäss dem Schiffstationierungsreglement. Interessierte Personen können sich auf eine Warteliste setzen lassen. Die Verwaltung der Plätze erfolgt durch den zuständigen Hafenwart.
wohnhaft:
wirkten vor Ort: