| Hesdin | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Hauts-de-France | |
| Département | Pas-de-Calais | |
| Arrondissement | Montreuil | |
| Gemeinde | Hesdin-la-Forêt | |
| Koordinaten | 50° 22′ N, 2° 2′ O | |
| Postleitzahl | 62140 | |
| Ehemaliger INSEE-Code | 62447 | |
| Eingemeindung | 1. Januar 2025 | |
| Status | Commune déléguée | |
| Website | hesdin.fr | |
Rathaus (Hôtel de ville) von Hesdin-la-Forêt mit Belfried | ||
Hesdin (Aussprache [edɛ̃], niederländisch Heusden lateinisch Hedena, Hesdinum) ist eine ehemalige französische Kleinstadt mit 2211 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Pas-de-Calais in der Region Hauts-de-France. Sie gehörte zum Arrondissement Montreuil. Die Bewohner werden Hesdinois und Hesdinoises genannt.
Der Erlass des Präfekten vom 16. Oktober 2024 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2025 die Eingliederung von Hesdin als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Huby-Saint-Leu, Marconne und Sainte-Austreberthe zur Commune nouvelle Hesdin-la-Forêt fest.


Die ehemalige Stadt Hesdin liegt etwa 22 Kilometer ostsüdöstlich von Montreuil-sur-Mer und etwa 53 Kilometer westnordwestlich von Arras in der historischen Provinz des Artois. Das Ortsgebiet wird entwässert von der Canche, die es von Südost nach West durchquert.
Teile des Gebiets von Hesdin gehören zur ZNIEFF-Naturzone „La basse Vallée de la Canche et ses versants en aval d’Hesdin“ (310013699). Rund 66 % der Fläche von Hesdin sind bebaut, rund 17 % werden landwirtschaftlich, vor allem im Nordosten als Weideland genutzt, rund 17 % entfallen auf Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen (Stand: 2018).
Hesdin ist ringförmig von der Commune déléguée Marconne umschlossen.
Es gab zunächst eine Ortschaft Hesdin (Vieil-Hesdin), die sich etwas weiter flussaufwärts befand. Sie wurde mehrmals von französischen Truppen angegriffen und im Jahr 1552 eingenommen. Bereits ein Jahr später wurde sie von spanischen Truppen erobert. Kaiser Karl V. ließ die alte Ortschaft abreißen und durch seinen Feldherrn Emanuel Philibert von Savoyen eine neue Stadt mit dem Namen Hesdinfert errichten. Dabei bedeuteten die vier letzten Buchstaben F.E.R.T lateinisch Fortitudo Ejus Rhodam Tenuit, als Wahlspruch des Hauses Savoyen. Diese Festung und die zugehörige Stadt nahmen später den Namen Hesdin an. Diese Stelle war strategisch günstig gelegen, da sie zur einen Seite an ein Sumpfgebiet grenzte und sich so weder feindliche Truppen von dort nähern noch Geschütze in Stellung gebracht werden konnten. Zusätzlich ließ er die Stadt durch tiefe Gräben und starkes Mauerwerk sichern. Trotz dieser Maßnahmen konnten die Franzosen die Stadt im Jahr 1639 erobern. 1659 wurde diese Zugehörigkeit im Pyrenäenfrieden bestätigt. Im Jahr 1730 wurde die Befestigung verstärkt.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2013 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 3010 | 3105 | 3248 | 2977 | 2713 | 2686 | 2474 | 2189 | 2225 |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||