Hitzewelle

Eine Hitzewelle ist in Meteorologie und Klimatologie eine ungewöhnlich lange Phase aufeinander folgender ungewöhnlich heißer Tage, auch Hitzeperiode genannt. Etwas abgeschwächt spricht man auch von Wärmewelle für Phasen abnorm hoher Temperaturen. Hitzewellen sind Extremwetterereignisse, die die menschliche Gesundheit, die Ökosysteme und die Infrastruktur schädigen können.

Zur Definition einer Hitzewelle

Karte der lokalen Temperatur­anomalie Sommer 2003 zu 1971–2000, als Maß einer Hitzewelle

Hitzewellen als solche sind ein relativ junges Forschungsgebiet, früher wurde primär auf Dürren fokussiert. Es gibt bisher keine einheitliche, international abgestimmte Definition einer Hitzewelle. Typische moderne Ansätze für die Quantifizierung einer Hitzewelle sind folgendermaßen aufgebaut:

Damit ergeben sich als Maße für das Ausmaß einer Hitzewelle:

Eine für Mitteleuropa verwendete Methode der Auswertung geht auf den tschechischen Meteorologen Jan Kysely zurück, diese Tage der Hitzewelle werden Kysely-Tag genannt:

„Eine Hitzewelle wird festgestellt, sobald an mindestens drei Tagen in Folge die Maximaltemperatur 30 °C überschreitet und hält so lange an, wie die mittlere Maximaltemperatur über die gesamte Periode über 30 °C bleibt und an keinem Tag eine Maximaltemperatur von 25 °C unterschritten wird.“

Für Wärmewellen – etwa für das Winterhalbjahr – sind ähnliche Kriterien mit abgeschwächteren Grenzwerten in Verwendung.

Die zeitlichen und räumlichen Maße können zueinander in Bezug gesetzt werden, doch ist ein Ansatz, wie eine lokale kurze und heftige Hitzewelle mit einer lange andauernden und großräumigen zu vergleichen wäre, und das über verschiedene Klimaregionen, sehr komplex. Diese Abschätzungen einer Vergleichbarkeit über Zeitreihen und Weltgegenden sind in der Meteorologie, der Wettermedizin und der Klimafolgenforschung heute in Entwicklung. Die Definitionen für 'Hitzewelle' können mit der Festlegung gewisser Unwetter-Warnstufen korrelieren.

Entstehung von Hitzewellen

Hitzewellen haben je nach Weltgegend verschiedene Ursachen. Im Winter führen entsprechende Situationen entweder zu einem Warmlufteinbruch und Tauwetter, oder aber zu einer Kältewelle.

Mechanismen auf den mittleren Breiten

Klassisches kontinentales Hoch über Nordamerika

Die klassische sommerliche Hitzewelle der mittleren Breiten entsteht durch ein Hochdruckgebiet und Aufheizung durch lang anhaltenden Sonnenschein. Wärmeeinbrüche allgemein sind etwa für Mitteleuropa meist gut dokumentierte Singularitäten (regelhaft eintretende Ausnahmen), so eben die Hundstage des Hochsommers, aber auch im Winter etwa das Weihnachtstauwetter.

Reguläre Lagen der Herkunftsgebiete der Luftmassen (westlich von Europa Kaltluft, südlich Warmluft)

Es gibt einige weitgehend regulär vorhandene Hochdruckzonen, so das Azorenhoch oder das Sibirienhoch, die immer zu sommerlicher Hitze führen. Abnormale Hitzewellen können diese dann verursachen, wenn sie sich irregulär verlagern oder extrem stark ausgebildet sind: So kann das Azorenhoch bis vor Westeuropa liegen, und dann das Wetter des Kontinents direkt besonders beeinflussen (ein Beispiel: Spätsommer 1975). Oder es drängt die Atlantiktiefs übermäßig nach Norden, was zu zonaler Hitze im gesamten Mittelmeerraum führt (Juli 2015, zweite Phase). Weil diese Hochs selbst stabilisierend sind, können sich solche Hitzewellen über viele Wochen oder eine ganze Saison erstrecken, und auch zu Dürren führen. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn sich Hochdruckbrücken zwischen den Hochs ausbilden, dann werden diese Ereignisse auch recht großräumig.

Rossby-Wellen der Jet-Streams

Eine Ausnahmeerscheinung in den gemäßigten Breiten entsteht durch eine Blockade: In gewissen Abständen geht der Jetstream in eine besonders wellige Form über, die Westwinddrift bricht ab, die Tiefdrucksysteme kommen nicht voran, und die Hochs dazwischen bleiben ortsfest liegen. Das kann zu ein- bis mehrwöchigen Hitzeperioden führen. Diese Verlagerung der Polarfront führt auch jeweils zu starkem Wärmeaustausch von den Tropen in die polaren Gebiete und kann auch im höheren Norden zu abnormer Wärme führen.

Eine Zyklone (dynamisches Tief) als Warmluftpumpe: Warmfront und Warmsektor vor der Kaltfront

Eine weitere Ursache in den mittleren Breiten sind mächtige Tiefdrucksysteme (Zyklone). Diese können dann an ihrer südwärtigen Warmfront bis in die Subtropen greifen, und davor enorme Warmluftmassen nach Norden pumpen. Hierbei handelt es sich um kurzfristigere Warmlufteinbrüche bis zu einigen Tagen, solche Situationen können auch im Winter zu Wärmewellen führen. Für Europa typisch sind südwestliche Höhenströmungen nordafrikanischer Luft, oft mit Saharastaub-Ereignissen. Ein typisches Beispiel ist der Sommer 2013.

Überschlagender Jetstream mit extremer Omegalage (2010)

Extrem werden kann die Kombination dieser Situationen: Ist bei einer Blockade das Hoch östlich und westlich von kräftigen Tiefs flankiert, entsteht die Omegalage, entsprechend dem Zeichen , mit einer Kombination aus Blockade und südlichen Luftströmungen, wodurch sich die Hitze verstärkt. Typisch dafür sind die Tropennächte, weil auch die nächtliche Abkühlung durch nachströmende Warmluft kompensiert wird. In Europa entsteht durch trockene Saharaluft oder Föhn-Effekte an Pyrenäen und Alpen eine Kombination mit abnormer Trockenheit. Oft entfallen dann die typischen Wärmegewitter, die sonst für Sommerhitze charakteristisch sind, womit ein weiterer Abkühlungsfaktor entfällt. Charakteristisch war das etwa in den Jahrhundertsommern 2003 und 2015 (erste und dritte Phase).

Globale Mechanismen

Meerestemperatur-Anomalie Juli 2015: El-Niño im Pazifik: Hitzewellen an der nordamerikanischen Westküste.

Eine weitere Ursache sind Schwankungen der warmen ozeanischen Strömungen in Intensität und Lage, was die Lagen der Aktionszentren und atmosphärischen Strömungen grundlegend beeinflusst. Bekanntestes Phänomen dieser Art ist das El-Niño-System, das an den Westküsten beider Amerikas zu Hitzewellen führen kann (und wohl auch das Wetter weltweit beeinflusst). Da dieses System gewisse regelmäßige Wiederkehr zeigt (El Niño-Southern Oscillation, ENSO), und auch andere globale Wetterzusammenhänge in Perioden ablaufen, zeigen auch Extremwetter wie Hitzewellen gewisse Häufungsphasen.

Einflüsse der globalen Erwärmung

Häufigkeit (senkrecht) zu Anomalie (waagrecht) hoher Sommertemperaturen der Nordhalbkugel, Mittel 1951–1980 und letzte drei Jahrzehnte: Anstieg des Medians, Abnahme der Häufigkeit, Zunahme hoher Anomalie (NASA-GISS)

Dass die globale Erwärmung regional eine veränderte Häufigkeit und Dauer von Hitzewellen zur Folge hat, gilt heute als gesichert. Gemäß Weltklimarat IPCC ist es praktisch sicher (99–100 % Wahrscheinlichkeit), dass Hitzewellen seit den 1950er Jahren in den meisten Regionen häufiger und intensiver wurden, wobei der anthropogene Klimawandel mit großer Sicherheit der Hauptfaktor für diese Entwicklung ist. Zudem hält der IPCC fest, dass das Auftreten einiger beobachteter Hitzeextreme der 2010er Jahre ohne menschengemachten Klimawandel extrem unwahrscheinlich gewesen wäre. Auch das Auftreten von Hitzewellen in den Meeren verdoppelte sich etwa seit den 1980er Jahren, wobei menschlicher Einfluss sehr wahrscheinlich zu den meisten von denjenigen, die seit 2006 aufgetreten sind, beigetragen hat. Mit jeder weiteren Erwärmung werden Hitzewellen gemäß IPCC zudem mit sehr großer Wahrscheinlichkeit intensiver werden und häufiger vorkommen.

In der Schweiz erwärmen sich Hitzeextreme noch stärker als die Jahresmittelwerte. Während die landesweite Jahresmitteltemperatur zwischen 1971 und 2024 um 2,6 °C anstieg, wurde der heißeste Tag des Jahres im Durchschnitt 3,4 °C wärmer; die heißesten 3- bis 7-Tagesperioden eines Jahres erwärmten sich im landesweiten Mittel um 3,8 °C (im Flachland oft etwas stärker als in höheren Lagen). Ab einer Ereignisdauer von 10 Tagen war die Erwärmung zwischen 1971 und 2024 etwas weniger stark als bei kürzeren Hitzewellen: Bei 14 Tagen betrug sie 3,3 °C, bei 28 Tagen 2,8 °C.

Ökologische Folgen

Abnorme Trockenheit während der Hitzewelle in Europa 2015 am Oberrhein

Mit einer Hitzewelle kann eine Dürre verbunden sein. Es gibt aber auch schwül-feuchte, niederschlagsreiche Hitzeperioden, wobei Starkregen durch Hochwasser, Erdrutsche und Murgänge große Schäden verursachen kann.

Extreme Niedrigwasser verursachen erhebliche Probleme für die Schifffahrt und die Ökologie von Gewässern. Niedrigwasser während Hitzewellen mit gleichzeitig langsamen Fließbewegungen begünstigt aufgrund geringeren Sauerstoffgehalts des Wassers außerdem Fischsterben.

Gesundheitliche Folgen beim Menschen

Hitze und Hitzewellen haben eine Vielzahl negativer Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen. Zu diesen zählen u. a. Erkrankungen und Sterblichkeit aufgrund von Hitzestress und Hitzeschlag oder die Verschlimmerung von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.

Ältere Menschen sind stärker betroffen als jüngere und Frauen sind stärker betroffen als Männer, jedoch ist bei Männern die hitzebedingte Sterblichkeit auch schon in jüngerem Alter (< 64) deutlicher erhöht. Am stärksten betroffen sind ältere Menschen über 65 Jahre, Menschen mit Vorerkrankungen, Menschen, die im Freien oder in ungekühlten Gebäuden arbeiten, und solche, die in Regionen der Erde leben, die bereits an der Grenze der menschlichen Bewohnbarkeit angekommen sind.

Die Auswirkungen von Hitze können durch weitere Faktoren verstärkt werden. Beispielsweise belastet feuchte Hitze den Organismus stärker als trockene Hitze. Es wird zudem vermutet, dass sich Belastungen durch Hitze und durch Ozon in ihrer Kombinationswirkung verstärken können.

Auswirkungen der globalen Erwärmung

Hitzewellen zählen zu den gefährlichsten Naturgefahren und können u. a. mit einem Anstieg hitzebedingter Todesfälle erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen nach sich ziehen. Durch den Klimawandel nimmt die Hitzebelastung der Bevölkerung weiter zu. Der Weltklimarat IPCC stellte in seinem Sechsten Sachstandsbericht 2022 fest, dass steigende Temperaturen zusammen mit Hitzewellen bereits zu einem Anstieg von Mortalität und Morbidität geführt haben, wobei die genauen Auswirkungen abhängig sind von verschiedenen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Urbanisierungsgrad und weiteren sozioökonomischen Faktoren. Ein signifikanter Anteil der hitzebedingten Sterblichkeit in der warmen Jahreszeit in gemäßigten Regionen wird dabei auf den beobachteten menschengemachten Klimawandel zurückgeführt, während für tropische Regionen in Afrika weniger Daten verfügbar sind. Für die Zukunft wird infolge der globalen Erwärmung ein weiterer Anstieg der Mortalität erwartet.

Hitzetote in Deutschland und Europa

In Europa sterben im Durchschnitt mehr als 28.000 Menschen pro Jahr infolge von Hitzewellen, davon ca. 5.600 Menschen in Deutschland. Prozentual treten die höchsten hitzebedingten Sterberaten in Italien, Portugal, Spanien, Griechenland und Frankreich auf. Auch in Deutschland liegen die Sterbefälle aufgrund von Hitze leicht über dem europäischen Durchschnitt.

Jüngst zurückliegende Hitzejahre verzeichnen zunehmende Todesfallzahlen durch Hitze. So gab es allein zwischen 2018 und 2020 in Deutschland zusammengefasst ca. 19.300 Hitzetote, wobei rund 8.700 Fälle auf das Extremjahr 2018 fallen.

Aktuelle Daten für das Jahr 2022 gehen von ca. 62.000 hitzebedingten Todesfällen in Europa aus. Im Jahr 2023 gab es europaweit ca. 47.000 Hitzetote. Dabei haben Hitzeschutz und Anpassungsmaßnahmen höhere Todeszahlen 2023 verhindert: Ohne die Maßnahmen hätte die Zahl von Hitzetoten um bis zu 80 Prozent höher gelegen.

Hitze und psychische Gesundheit

Oft übersehen werden die Auswirkungen von Hitze auf die psychische Gesundheit. Hohe Temperaturen können die kognitive Leistungsfähigkeit mindern. Eine Studie an jungen Erwachsenen während einer Hitzewelle ergab, dass Bewohner nicht klimatisierter Gebäude in Tests zu Reaktionszeit und Arbeitsgedächtnis schlechter abschnitten als Bewohner klimatisierter Gebäude. Hohe Temperaturen können zu vermehrtem Stress, Aggressionen, Ängsten und Depressionen führen; es zeigt sich sogar ein statistischer Zusammenhang zwischen höheren Temperaturen und Suizidalität. Laut einer Metaanalyse besteht pro Temperaturanstieg von 1 Grad Celsius ein 0,9 % höheres Risiko für psychische Erkrankungen. Die Anstiege der Suizidrate scheinen sich dabei regional stark zu unterscheiden; für die USA wurde ein Anstieg der Suizidrate um 0,7 % je Grad Celsius höherer Monatsdurchschnittstemperatur berechnet, für Mexiko um 2,1 %. Die Mechanismen sind nicht abschließend geklärt. Auch Luftverschmutzung steigert das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen und Suizidalität.

In psychiatrischen Einrichtungen steigen bei Hitze die Aufnahmezahlen.

Hitze kann die Wirkung von Psychopharmaka beeinflussen, und manche Wirkstoffe vermindern das bei Hitze wichtige Schwitzen und damit die Abkühlung des Körpers.

Siehe auch: Hitzebelastung als Klimafolge in Deutschland

Historische Hitzewellen und ihre Opferzahlen

Die folgende Liste (Stand 2015) gibt diejenigen zehn Hitzewellen an, die die meisten Todesopfer gefordert haben sollen. Dabei ist zu beachten, dass auch dieses Phänomen erst seit jüngsten Jahren quantifiziert wird: Es herrscht kein klarer Begriff, wer das Opfer einer Hitzeanomalie sei. Im Unterschied etwa zu unmittelbar durch Sturm- oder Hochwasserkatastrophen Verunglückten werden hierbei allenfalls hitzebedingte Sterbefälle durch Kreislauf- oder Herzversagen gemeldet – unberücksichtigt bleiben wohl beispielsweise Krankheitsfälle durch allgemeine Schwächung, Unfälle durch erhöhte Belastung oder gar Mangelernährungsopfer durch folgende Missernten aufgrund einer verbundenen Dürre. Moderne Ansätze rechnen die Opfer rein statistisch als Erhöhung aus der durchschnittlichen natürlichen Mortalität heraus (Übersterblichkeit). Die Berechnungsgrundlagen für die jüngeren Ereignisse Europas und andere Weltgegenden dürften dabei durchaus unterschiedlich sein. Historische Daten und insbesondere Vergleichbarkeit bestehen kaum – für Indien, das alleine in den letzten 15 Jahren vier schwere Hitzewellen erlebte, dürften beispielsweise gar keine Zahlen über „reguläre“ Mortalität vorliegen. Angaben zu Hitzeopfern einzelner Ereignisse können je nach Quelle stark abweichen und sind insgesamt mit Vorbehalt zu sehen (Stand 2015).

RegionJahrDauer in
Wochen
TmaxOpferzahl
Europa2003247 °C70.000
Russland20108>40 °C55.000
Europa2006539 °C3.500
Indien19981050 °C2.500
Indien2015649 °C2.500
USA, Kanada1936244 °C1.700
USA1980≈1045 °C1.300
Pakistan2015245 °C1.300
Indien2003350 °C1.200
Indien2002249 °C1.000
Griechenland, Türkei1987250 °C1.000

Film

Siehe auch

Wiktionary: Hitzewelle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Hitzewelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Glossar - Hitzewelle. Deutscher Wetterdienst, abgerufen am 16. Februar 2022.
  2. ↑ Heatwaves – a brief introduction. Copernicus Climate Change Service, 18. Juli 2024, abgerufen am 28. Juli 2024 (englisch).
  3. ↑ Christopher Polster: Sommerliche Hitzewellen der Nordhemisphäre: Ein Überblick und Fallstudien. Bachelorarbeit im Studienfach Meteorologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Physik der Atmosphäre, 2014, Kapitel 3 Definition einer Hitzewelle, S. 3 f.; uni-mainz.de (Memento vom 8. Juli 2015 im Internet Archive)(PDF) dort S. 11 f).
  4. ↑ George A. Meehl: More Intense, More Frequent, and Longer Lasting Heat Waves in the 21st Century. In: Science. 305. Jahrgang, Nr. 5686, 13. August 2004, S. 994–7, doi:10.1126/science.1098704, PMID 15310900, bibcode:2004Sci...305..994M (englisch, sciencemag.org).
  5. ↑ Peter J. Robinson: On the Definition of a Heat Wave. In: Journal of Applied Meteorology. 40. Jahrgang, Nr. 4. American Meteorological Society, April 2001, S. 762–775, doi:10.1175/1520-0450(2001)040<0762:OTDOAH>2.0.CO;2 (englisch).
  6. ↑ In den USA: 90 °F, vgl. Heat Wave; Robert DeCourcy Ward: The Climates of the United States, 1925, S. 383–395; online in American Meteorological Society: Glossary of Meteorology.
  7. 1 2 So definiert der schwedische Wetterdienst etwa eine ‚Wärmewelle‘ (Värmebölja) ab 25 °C; diese ist den nördlicheren Breiten angemessen, und kann auch im Winter auftreten; vgl. Värmebölja, schwedische Wikipedia.
  8. 1 2 3 Hitzewellen: 2015 eines der extremsten Jahre der Messgeschichte. ZAMG Klimanews, 13. August 2015; Anomalieauswertung letzter Abschnitt 2015 unter den ungewöhnlichsten Sommern der Messgeschichte; Definition der Kysely-Tage wörtlich zitiert (Ende des Artikels).
  9. ↑ So etwa in AEMET: Olas de calor en España desde 1975. Área de Climatología y Aplicaciones Operativas, o. D. [Aktualisierung: 2015]; aemet.es (PDF; 354 kB).
  10. 1 2 3 4 5 6 Lukas Brunner, Gabriele C. Hegerl, Andrea K. Steiner: Connecting Atmospheric Blocking to European Temperature Extremes in Spring. In: Journal of Climate, Januar 2017, American Meteorological Society, doi:10.1175/JCLI-D-16-0518.1;
    Definition dort (für Untersuchungen der Frühlingsperiode): 90-%-Perzentil von Tmax des Tages zum Durchschnittswert einer 36-Jahres-Vergleichsperiode mit 21-Tage-gleitendem Mittel; warm spell day (WSD, Wärmewellentag), wenn eine ganze 5°×5°-Region an 6 aufeinanderfolgenden Tagen dieses Kriterium erfüllt.
  11. ↑ Die Wichtigkeit gefühlter Werte als Bemessungsgrundlage betont schon P. J. Robinson: On the definition of a heat wave. In: J. Appl. Meteorol., 40(4), 2001, S. 762–775; Angabe nach Polster: Sommerliche Hitzewellen …, S. 3.
  12. ↑ Z. B. auf Basis des Klima-Michel-Modells, vgl. Webseite des Deutschen Wetterdienstes. (DWD); Angabe nach Polster: Sommerliche Hitzewellen …, S. 3 (pdf S. 11).
  13. ↑ So der amerikanische National Weather Service (NWS), vgl. Heat Safety; Angabe nach Polster: Sommerliche Hitzewellen …, S. 3 (pdf S. 11).
  14. ↑ Vgl. etwa Schwedischer Wetterdienst: Värmebölja, smhi.se, abgerufen am 11. Juli 2015.
  15. ↑ Vgl. AEMET: Olas de calor en España …, Tercera etapa, S. 3.
  16. ↑ Vgl. AEMET: Olas de calor en España …, Primera etapa, S. 3.
  17. ↑ Vgl. AEMET: Olas de calor en España …, Segunda etapa, S. 3: Messen 10 % der Stationen im Areal abnorme Hitze, gilt der Tag als Tag der Hitzewelle.
  18. 1 2 3 Vgl. AEMET: Olas de calor en España …, Primera etapa, S. 4.
  19. ↑ Ein Maß wäre beispielsweise eine Flächensumme einer Gradtag-Zahl, etwa die Summe der Anomalien über die Tage der Hitzewelle, entsprechend den Heizgradtagen auf Basis der Temperaturdifferenz der Außen-Lufttemperatur in Bezug auf die gewünschte Raum-Innentemperatur. Die entsprechenden Kühlgradtage sind ein inzwischen etabliertes Maß für die allgemeine raumklimatische Hitzeexposition eines Ortes oder Gebäudes: auch die Anomalie der tatsächlichen Kühlgradtage in Bezug auf das langjährige Mittel wäre ein Maß für eine einzelne Hitzewelle.
  20. ↑ Europa - (meteorologisch) zweigeteilt. DWD: Thema des Tages, 11. August 2019.
  21. ↑ Andrew D. King, David J Karoly: Climate extremes in Europe at 1.5 and 2 degrees of global warming. In: Environmental Research Letters. Band 12, 2017, S. 114031, doi:10.1088/1748-9326/aa8e2c.
  22. ↑ Summary for Policymakers. In: V. Masson-Delmotte, P. Zhai, A. Pirani, S. L. Connors, C. Péan, S. Berger, N. Caud, Y. Chen, L. Goldfarb, M. I. Gomis, M. Huang, K. Leitzell, E. Lonnoy, J.B.R. Matthews, T. K. Maycock, T. Waterfield, O. Yelekçi, R. Yu, B. Zhou (Hrsg.): Climate Change 2021: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change. 6. Auflage. Cambridge University Press, Cambridge UK 2021, S. 8, 15 (ipcc.ch [PDF; abgerufen am 18. Juni 2022]).
  23. ↑ Hitzewellen erwärmen sich besonders stark. In: MeteoSchweiz-Blog. 19. Juni 2025, abgerufen am 17. Juni 2026.
  24. 1 2 Joan Ballester, Marcos Quijal-Zamorano, Raúl Fernando Méndez Turrubiates, Ferran Pegenaute, François R. Herrmann, Jean Marie Robine, Xavier Basagaña, Cathryn Tonne, Josep M. Antó, Hicham Achebak: Heat-related mortality in Europe during the summer of 2022. In: Nature Medicine. Band 29, Nr. 7, Juli 2023, ISSN 1078-8956, S. 1857–1866, doi:10.1038/s41591-023-02419-z, PMID 37429922.
  25. ↑ Nick Watts et al.: The 2020 report of The Lancet Countdown on health and climate change: responding to converging crises. In: The Lancet. Band 397, Nr. 10269, 2021, S. P129–170, doi:10.1016/S0140-6736(20)32290-X.
  26. ↑ Andreas Frey: Wie feuchte Hitze zum Killer wird. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. Mai 2022, abgerufen am 17. Mai 2022.
  27. ↑ Gesundheitsrisiken durch Ozon. Umweltbundesamt, 7. Dezember 2018, abgerufen am 25. Juli 2019.
  28. ↑ Heatwaves. Internetseite der Weltgesundheitsorganisation. Abgerufen am 18. Juni 2022.
  29. ↑ H.-O Pörtner et al.: Climate Change 2022: Impacts, Adaptation and Vulnerability – Technical Summary. TS.B.5, S. 17f. (ipcc.ch).
  30. ↑ Steffen Merte: Estimating heat wave-related mortality in Europe using singular spectrum analysis. In: Climatic Change. 2017, doi:10.1007/s10584-017-1937-9.
  31. ↑ Claudia Winklmayr, Stefan Muthers, Hildegard Niemann, Hans-Guido Mücke, Matthias an der Heiden: Hitzebedingte Mortalität in Deutschland zwischen 1992 und 2021. In: Deutsches Ärzteblatt, Jg. 119, Heft 26. 1. Juli 2022, abgerufen am 30. Mai 2026.
  32. ↑ Elisa Gallo, Marcos Quijal-Zamorano, Raúl Fernando Méndez Turrubiates, Cathryn Tonne, Xavier Basagaña, Hicham Achebak, Joan Ballester: Heat-related mortality in Europe during 2023 and the role of adaptation in protecting health. In: Nature Medicine. Band 30, Nr. 11, November 2024, ISSN 1546-170X, S. 3101–3105, doi:10.1038/s41591-024-03186-1.
  33. ↑ Jose Guillermo Cedeño Laurent, Augusta Williams, Youssef Oulhote et al.: Reduced cognitive function during a heat wave among residents of non-air-conditioned buildings: An observational study of young adults in the summer of 2016. In: PLOS Medicine. Band 15, Nr. 7, 7. Oktober 2018, ISSN 1549-1676, S. e1002605, doi:10.1371/journal.pmed.1002605, PMID 29990359, PMC 6039003 (freier Volltext) – (plos.org [abgerufen am 16. Juli 2026]).
  34. ↑ Medizinische Universität Wien: Die psychische Komponente einer Hitzewelle: Stress, Angst und Depression | MedUni Wien. Abgerufen am 16. Juli 2026.
  35. ↑ Frank Eisele, Erich Flammer, Tilman Steinert, Hans Knoblauch: Aggressive incidents in psychiatric hospitals on heat days. In: BJPsych Open. Band 7, Nr. 4, Juli 2021, ISSN 2056-4724, S. e99, doi:10.1192/bjo.2021.33 (cambridge.org [abgerufen am 16. Juli 2026]).
  36. ↑ Marshall Burke, Felipe González, Patrick Baylis, Sam Heft-Neal, Ceren Baysan, Sanjay Basu, Solomon Hsiang: Higher temperatures increase suicide rates in the United States and Mexico. In: Nature Climate Change. Band 8, Nr. 8, August 2018, ISSN 1758-6798, S. 723–729, doi:10.1038/s41558-018-0222-x (nature.com [abgerufen am 16. Juli 2026]).
  37. ↑ Isobel Braithwaite, Shuo Zhang, James B. Kirkbride, David P. J. Osborn, Joseph F. Hayes: Air Pollution (Particulate Matter) Exposure and Associations with Depression, Anxiety, Bipolar, Psychosis and Suicide Risk: A Systematic Review and Meta-Analysis. In: Environmental Health Perspectives. Band 127, Nr. 12, Dezember 2019, ISSN 1552-9924, S. 126002, doi:10.1289/EHP4595, PMID 31850801, PMC 6957283 (freier Volltext) – (nih.gov [abgerufen am 16. Juli 2026]).
  38. ↑ R. Thompson, R. Hornigold, L. Page, T. Waite: Associations between high ambient temperatures and heat waves with mental health outcomes: a systematic review. In: Public Health. Band 161, August 2018, S. 171–191 (sciencedirect.com).
  39. ↑ Medikamentenanpassung bei Hitze. KLUG - Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit, Mai 2022, abgerufen am 7. Juli 2026.
  40. ↑ Etwa:
    D. Oudin Åström, F. Bertil, R. Joacim: Heat wave impact on morbidity and mortality in the elderly population: a review of recent studies. In: Maturitas, 69(2), 2011, S. 99–105.
    Jennifer F. Bobb, Roger D. Peng, Michelle L. Bell, Francesca Dominici: Heat-Related Mortality and Adaptation to Heat in the United States. In: Environ Health Perspect, Volume 122, Issue 8, August 2014, doi:10.1289/ehp.1307392.
  41. ↑ Vgl. etwa Climate change > Indicators-. European Commission: ec.europa.eu > Public health: Over mortality due to European heat wave in 2007 / 2006 / 2003 (abgerufen am 21. Juli 2015).
  42. ↑ Jeff Masters: Unprecedented June Heat on Four Continents; Wimbledon Roasts in Record Heat. 1. Juni 2015, abgerufen am 20. Juli 2022 (englisch).
  43. ↑ IMDB