Die Bayerische Uraufnahme zeigt Hohnsberg in den 1810er Jahren als ein Angerdorf mit Dorfbrunnen, 14 Herdstellen, der Kirche mit ihrem kleinen Gottesacker sowie einem ca. 150m nördlich der Ortsmitte gelegenen Bierkeller.
Geschichte
Die Herkunft des Ortsnamens ist umstritten. Einerseits kann vermutet werden, dass ein Personenname die Grundlage bildete. So wäre Hohnsberg als „Berg eines Huni“ zu deuten. Bei dieser Person dürfte es sich um einen fränkischen Adeligen gehandelt haben, der die Kolonisation der Franken in der Region durch Ansiedlung sichern sollte. Andererseits deutet der Name, „Berg mit vielen Rebhühnern“, auch auf natürliche Begebenheiten in der Umgebung hin.
Hohnsberg wurde erstmals im Jahr 823 in den Quellen erwähnt. Die zweite Nennung folgte allerdings erst um 1309. Damals übergaben die Grafen Rupert VI. und Hermann III. zu Castell auf Betreiben ihres Lehensmannes Cunrad Ortolf dessen Güter an das aufsteigende Zisterzienserkloster Ebrach. Darunter war auch „Honsperc“. 1316 tauchte das Dorf als „Hunsperc“ erneut auf. Im Jahr 1319 vergab Friedrich II. zu Castell weitere Güter an die Abtei Ebrach, diesmal nannte man den Ort „Hunburc“.
Im Jahr 1334 erhielt das Dorf einen eigenen Pfarrer, die Kirche wurde zur Pfarrkirche erhoben. Ebrach, das bisher schon viele Güter im Dorf hatte, stieg noch im 14.Jahrhundert zum einzigen Dorfherren auf. Im Jahr 1369 übereignete Gerlach von Hohenlohe den Zisterziensern den Zehnt „ze Honsperg uf dem Stegerwalde“. Die Mönche besaßen das Dorf aber nur kurz. Allerdings wird es noch 1407 im Ebracher Urbar genannt.
Um ihre Macht auch in den entlegenen Steigerwalddörfern zu sichern, vergaben die Mönche teilweise einzelne Güter an verdiente Adelsgeschlechter der Umgebung. So gewährte man im Jahr 1448 den Gebrüdern Crailsheim einige Rechte in Hohnsberg. 1484 verkauften die Herren von Vestenberg ihren Schaftrieb in „Haunsberg“ an Sigmund von Crailsheim, was die Crailsheimer quasi zum Dorfherren aufsteigen ließ. Das Dorf zählte 1575 crailsheimisch zur ZentBurghaslach.
Während des 17. Jahrhunderts wechselten die Dorfnamen und die Besitzer dann häufig. 1629 wurde der Ort „Hansperg“ genannt. Im Dreißigjährigen Krieg litt Hohnsberg unter schweren Zerstörungen und lag danach zeitweise wüst. Im Jahr 1681 waren die Bewohner teils Untertanen der Freiherren von Schwarzenberg, teils den Herren auf Burg Grub zehntpflichtig. Im 18. Jahrhundert ergänzten die Ebracher Mönche, Castell und das Prichsenstadter Spital die Zehntherren.
Die evangelische Filialkirche St. Michael steht im Norden des Dorfes. Sie geht auf einen Vorgängerbau des Mittelalters zurück, von dem sich lediglich ein Relief des damaligen Kirchenpatrons Michael erhalten hat. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Gebäude ein Raub der Flammen. Erst 1708 bis 1713 errichtete man eine neue Kirche. Das Obergeschoss des Chorturmes wurde mit Fachwerk gebaut, die Ausstattung ist zumeist dem 18. Jahrhundert zuzurechnen.
Neben einem alten fränkischen Wohnstallhaus haben sich im Ort ein Sandsteintorpfosten mit Pforte erhalten. Daneben wurden der Kirch- und Friedhof als Baudenkmale eingeordnet.
↑Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1836 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude.